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Amos Komenius
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zu bilden und beizubringen ist ihnen die Bekanntschaft mit demHimmlischen, mit Gott und Christus."" Diesem Zweck sindWissenschaften und Künste untergeordnet. Ueberall sollen dieKinder klar durchschauen können, alles, was sich nicht auf Gottund das ewige Leben bezieht, sei leerer Schein. Von früherJugend müssen sich die Kinder am meisten mit dem beschäftigen,was unmittelbar zu Gott führt, mit Lesen der heiligen Schrift,den Uebungen in der Gottesverehrung und äußeren guten Werken.Die heilige Schrift ist das A und das O. Bei jedem Lehrstoffist gelegentlich kurz auf Höheres und Höchstes hinzuweisen unddurch die ganze Lehrart das Ziel der göttlichen Berufung imAuge zu behalten. Auf den Verstand und die Konfession kommees dabei nicht an, sondern aus das Herz und das Handeln.Mit demselben Eifer müssen alle Tugenden der Jugend einge-pflanzt werden. Vor allem die Kardinaltugenden: Klugheit,Mäßigung, Stärke und Gerechtigkeit. Ebenso wird die Frömmig-keit als Ziel des Jugendnnterrichts in der obersten Klasse derSchule zu Patak hingestellt.^ Hier werden die Schüler unter-wiesen, Gottes Liebe, Weisheit und Gerechtigkeit zu erkennenund zu verehren, so daß sie sich, von der Schule ins Lebenentlassen, überall, wohin sie sich wenden, von göttlichem Lichteumflossen fühlen und unter dem Himmel bereits durch himm-lischen Ruhm untereinander zu leuchten anfangen.

Während wir prinzipiell mit Komenius in dieser Beziehungeinverstanden sein können, ist doch der Weg, der zu diesem Zieleführen soll, mit den pädagogischen Anschauungen unseres Jahr-hunderts nicht vereinbar, und Komenius trägt entweder zu sehrden Anschauungen seiner Zeit Rechnung oder irrt, indem ergegen seine eignen Grundsätze verstößt. Zwar, daß die Kindervom ersten Gebrauch der Augen, der Zunge, der Hände, derFüße nach dem Himmel blicken sollen, die Hände erheben, Gottund Christum nennen, vor der unsichtbaren Majestät Gottes die

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