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Amos Komenius
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ertheilt werden sollen; erst in neuester Zeit werden ja einigeKonzessionen der öffentlichen Meinung gegenüber in dieser Be-ziehung gemacht. Es sei eine Marter, meint unser Priester derHumanität, täglich 68 Stunden bei Unterricht und Hebungenzu verweilen, wie er auch will, daß der erwachsene Mensch nichtmehr als 8 Stunden also achtstündiger Normalarbeitstagseinen geschäftlichen Verrichtungen zuwende. 8 Stunden seienfür Pflege der Gesundheit, Mahlzeiten, Erholung, 8 Stundenfür Schlaf. Man denke sich diese Forderungen im siebzehntenJahrhundert, die vielleicht im zwanzigsten erfüllt werden. Inden beiden Morgenstunden ist der Verstand und das Gedächtniß,in den beiden Nachmittagsstunden Hand und Stimme zu üben.

Für die Kinder des Volkes ist damit die Bildungabgeschlossen, während die lateinische Schule die Jünglinge,deren Streben höher als auf Handwerk gerichtet ist, ausbildet.Sie umfaßt in 6 Klassen das 13.18. Lebensjahr. Die Klassenerhalten den Namen nach den Wissenschaften, die zuerst auf-treten. Sie heißen der Reihe nach die grammatische, physische,mathematische, ethische, dialektische und rhetorische Klasse. Fürjede Klasse ist ebenfalls ein besonderes Buch bestimmt. Soz. B. in der grammatischen Klasse ein kurzer Auszug der bib-lischen Geschichte, in der physischen die Geschichte der natürlichenDinge u. s. w. In der pansophischen Schule zu Patak erhöhteer die Zahl der täglichen Schulstunden auf 6, zwischen zweientrat aber immer eine halbstündliche Pause ein. In den Vor-mittagsstunden sollen vorzugsweise Geist, Urtheil, Scharfsinn,Gedächtniß, in den Nachmittagsstunden Hand, Stimme, Stilund Geberdenspiel geübt werden. Darnach stellt er folgendenStundenplan auf:

67 Lesen und Wiederholung des Liedes und der.Schrift und Gebet.

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