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Statuen, bei denen non einer Handlung kaum die Redesein kann, wo alles Gewicht im Ausdruck des Grundwesensliegt.
Diese Umwandlung in der statuarischen Kunst ging umdie Zeit Alexanders vor sich, und als ihr Hauptvertreter erschienuns Lysipp. Aber diese neue Kunstrichtung blieb nun auch fürdie nach Alexander, unter der Herrschaft der Diadochen geübteKunst maßgebend, ja sie wird hier erst durch die sich neu be-gründenden Zustände und Anschauungen aufs höchste gesteigert.Vor allem geschah das durch die sich immer mehr vollziehendeZersetzung und Auflösung der Religion, die, zwar schon vonden Sophisten vorbereitet, doch erst jetzt in einem Enemeros(um 300 v. Chr.), der kühn alle Götter für wirkliche historischeMenschen erklärte und mit dieser Lehre von größtem Einflüssewar, ihre volle Höhe erreichte. Die religiöse Bedeutung unddas Wesen der alten Götter und Mythen, die vordem die Kunstmit reichem Inhalt füllte, konnte jetzt diese Bedeutung nicht mehrbeanspruchen; vielmehr wie auch in der Litteratur die vom altenVolksglauben getragenen Hauptgattungen, das Epos und dieTragödie, verschwanden, um der gelehrten Dichtung eines Kalli-machus Platz zu machen, die nur (nach den Worten Bernhardys)„die kleinen Rahmen des Gemüthslebens, der populären Gelehrsam-keit, der Genrebilder und Antiquitäten und Mythen ausfüllte";so weichen auch in der Kunst die großen, aus dem allgemeinreligiösen Bewußtsein gestalteten Schöpfungen der individuellenLiebhabereien der Künstler, die, nicht mehr an das Volk, nuran den Kreis der Gebildeten sich wendend, mit ihrer SubjektivitätEffekt zu machen streben. Und um so mehr mußte dieses Strebennach Effekt hervortreten, um so mehr mußte sich der Kreis deskünstlerischen Schaffens verengen, da die Kunst in dieser Zeitder Diadochen an ihren bisherigen Hauptpflegestätten ein traurigesEnde fand und nur noch an den neuen Mittelpunkten des
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