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Der Zeus-Typus in seiner Ausgestaltung durch Phidias
Entstehung
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Stimme des Kindes weit übertönt, und Kronos ward zumanderen Male getäuscht.

Rhea aber, nachdem es ihr geglückt, den jüngsten ihrerSöhne bei seite zu bringen, war nun darauf bedacht, auch diefrüher von ihrem Gemahl verschlungenen und in dessen Inneremwie im Zeitenschoße verborgenen Kinder wieder ans Licht zufördern. Und es gelang ihr dies, wie die Sage in ihrerschlichten und derben, aber ausdrucksvollen Bildersprache be-richtet, durch ein Brechmittel, welches die ränkevolle Götter-mutter dem gefräßigen Kronos beibrachte. Infolge der kräftigenWirkung desselben gab dieser zuerst den Stein wieder von sich,den er statt Zeus verschlungen hatte, dann die beiden älterenBrüder desselben: Poseidon und Pluton, zuletzt endlich auchdie drei Schwestern: Demeter, Here und Hestia. Jener Steinder Täuschung, welcher nachmals in der Nähe des delphischenTempels sich fand, war dann noch lange göttlicher Ehren theil-haftig, wurde täglich mit Oel gesalbt, an Festtagen aber mitmit rother Wolle umwickelt; und auch der Ziege Amaltheawurde die Auszeichnung zutheil, daß ihr Horn zum Sinnbildaller Fülle erhoben wurde, während sie selbst unter die Sterneversetzt wurde, wo wir ihr in der Milchstraße zwischen denPlejaden und dem großen Bären auf den Schultern des Fuhr-manns begegnen.

Zeus aber, dem so statt des Wiegenliedes Waffengeklirrertönt hatte, wuchs zu dem kräftigsten und mächtigsten Götter-jüngling heran, und seine erste Großthat war der Sturz deseigenen, grimmen Vaters und seiner Zwingherrschaft. Kronosmußte dem kühnen, längst beseitigt geglaubten Sohne Weichenund wurde durch ihn in das Dunkel der Vergangenheit zurück-gedrängt. Dieser schwang sich auf den erledigten Thronund theilte als ein freiheitliebender Herrscher die von seinemVater eifersüchtig bewahrte Alleingewalt nicht nur mit seinen

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