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deuten, wenn die Henne ihre Küchlein in Hof und Gartenspazieren führt, ihnen zeigt, wie man Körnlein sucht, und mitgellendem Warnruf die Nähe des Habichts verkündet; wenn dieSchwalben, die Störche mit stannenswerther Hingabe und Geduldihren halbflüggen Jungen die schwere Kunst des Fliegens lehren,oder wenn endlich der Fuchs seinen Heranwachsenden Sprößlingenpraktische Kurse im Erhaschen und Würgen der Beute ertheilt.
Nicht prinzipiell, so lehrt uns der Gang unserer Be-trachtung, sondern nur dem Grade nach sind die Gefühle,das Wollen, die Thaten der Thiere von denen der Menschenverschieden; und wenn wir die selige Luft gewahren, die völligeHingabe, mit welcher die blutdürstige Tigerin ihre Kleinenhegt und liebkost, wenn wir sehen, wie das schüchterne Reh,nicht achtend der tödtlichen Kugel des Jägers, klagend verweiltbei dem dahingemordeten Jungen und die Todeswunde leckt,dann erst begreifen wir ganz die allversöhnende, trotz Daseins-kampf und Lebensnoth auch heute noch unerschütterte Wahrheitdes herrlichen Bibelwortes: „Die Liebe, sie höret nimmer auf!"
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