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Die Brutpflege der Thiere : Vortrag, gehalten zu Hamburg am 19. November 1890
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weiteres gedeckten Tisch findet, und daß sie ferner, wo es noththut, für schützende Hüllen sorgt gegen spähende Feinde und dieUnbilden der Witterung. Der beschwingte Falter, welcher, vonBlüthe zu Blüthe flatternd, sein lebelang nichts als süßen Honiggenascht hat, er legt seine Eier ab auf den Blättern der Kohl-staude, weil ihm ein inneres Gefühl Instinkt ist es wohlzur näherenErklärung" genannt worden zu offenbarenscheint, daß eben dieses saftige Grünkraut den auskriechendenRäupchen als Nahrung willkommen sein wird. Schwirrend undsummend durchstreifen zur Hochsommerzeit die geschäftigen Schmeiß-fliegen ihr weites Gebiet; kein Aas so versteckt, das sie nichtalsbald mit unglaublichem Spürsinne ausfindig gemacht, umihre Eierchen daran zu legen und dadurch in erstaunlich kurzerFrist jenes unheimliche Gewimmel von bohrenden und springenden,von schlürfenden und knusperndenMädchen" hervorzuzaubern,das den Hausfrauen von je als vollendeter Hochverrats amsonntäglichen Braten erschienen ist. Noch weniger ästhetischdünkt uns die Art, wie das Heer der Mistkäfer seine Jungenversorgt. Deshalb thue ich nur des edelsten und vornehmstenGeschlechtes derselben Erwähnung, des heiligen Mistpillen-käfers der Mittelmeerländer, welcher bei den alten Aegypterngöttliche Verehrung genoß und als Sinnbild des Welten -schöpfers betrachtet wurde. Dieses seltsame Thier, dessen bild-liche Darstellung an den Tempeln der Alten Ihnen unter demNamen der Scarabaeen bekannt sein dürfte, und von dem einigeExemplare hier ausgestellt find, formt aus dem Miste wunderbarregelmäßige Kugeln, welche bei einigen die Größe von Billard-bällen erreichen, bringt in die Mitte derselben ein Ei undschleppt dann diesen Riesenball an einen sicheren Ort, wo ervergraben wird. Nicht mit Unrecht ist dem deutschen Ver-treter dieser Gruppe ob seiner Kraftleistung der Name 8i8vplumzu theil geworden.

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