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Erscheinung zu gedenken, welche, vereinzelt betrachtet, als etwasganz Wunderbares erscheint, in Wirklichkeit aber sich an dieeben besprochenen Thatsachen von Anpassungen und an die Er-fahrungen vom Wiederaufleben gefrorener Fische und Fröscheeng anschließt. Es ist dieses der Winterschlaf und der Sommer-schlaf gewisser Thiere, in welchem diese in einem vollständigerstarrten Zustande mit sehr herabgestimmten Lebenserscheinungenfür lange Zeit, ja für Monate hindurch, beharren, ohne dieMöglichkeit zu verlieren, ans demselben wieder zu frischem undthätigem Leben zu erwachen.
Der Winterschlaf stellt sich bei einem gewissen Gradeniederer Temperatur ein an Insekten, Schnecken, Eidechsen,Schlangen, Fröschen, Salamandern, nachdem sie sich an einemgeschützten Ort verkrochen haben. Auffallender und deswegen aucham meisten Gegenstand genauerer Beobachtung geworden istaber der Winterschlaf von Warmblütern, wie Siebenschläfer,Murmelthier, Hamster, Fledermaus, Igel. Beobachtungen ansolchen haben gelehrt, daß in deren Winterschlaf die innereEigenwärme auf ungefähr die Hälfte herabsinkt, also eine solchewird, wie sie sich sonst als absolut tödtlich erweist, und daßdabei alle Lebensthätigkeiten erloschen zu sein scheinen mit Aus-nahme der sehr schwachen und auf die Hälfte ihrer Frequenzherabgesunkenen Herz- und Athmungsbewegnngen. Tritt währenddes Winters etwa einmal vorübergehend eine höhere Temperaturein, so können sie wohl zeitweilig zu schwachen Lebensthätig-keiten erwachen; ein vollständiges Erwachen zeigt sich aber erstbei Wiederkehr der wärmeren Jahreszeit.
Eine ähnliche Erscheinung ist der Sommerschlaf, welcher inheißen Gegenden Krokodile, Schlangen, Eidechsen, Kröten undauch Insekten bei einem gewissen höheren Wärmegrad befällt,nachdem sie sich an geschützte Orte verkrochen haben, und auswelchem sie erwachen, wenn die kühlere Regenzeit beginnt. Bei
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