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Wälder in ihre Gärten Hereinblicken und zu dem großen archi-tektonischen Gesamtbilde Mitwirken. So war in der That deritalienische Garten der Uebergang vom Palast zur Landschaft,von den starren Formen der Architektur zu den freien Gebildender Natur.
Auch die reichen Bewohner der deutschen Städte, zumalaber die Niederländer liebten und übten, von Italien aus an-geregt, damals mit Leidenschaft die Gartenbaukunst; auch beiihnen herrschten in der Anlage Richtschnur und Winkelmaß,doch in der Weise des Ziergärtners, nicht des Architekten.
Das Jdealschloß, wie den vorbildlichen Renaissance-Gartenaber giebt uns Rabelais in seiner Schilderung der Thelemiten-abtei:
„Inmitten des Hofes war ein herrlicher Brunnen vonschönem Alabasterstein; darauf standen die dreh Grazien mitden Hörnern des Ueberflusses und gaben das Wasser ausBrüsten, Ohren, Mund, Augen und anderen Oeffnungen desLeibes von sich. Der innere Bau des Hauses über dem Hofestand auf mächtigen Pfeilern von Chalzedon und Porphyr mitschönen antikischen Bögen, innerhalb welcher schöne lange ge-räumige Galerien waren, verziert mit Schildereyen, mit Hörnernvon Hirsch, Rhinozeros, Einhorn, Flußpferd, mit Elephanten-zähneu und anderen Merkwürdigkeiten. . . .
Auf der Fluß-Seit war der schöne Lustgarten, und mittendarin das artige Labyrinth belegen. Zumittelst der beidenandern Thürn das Ballspiel und der große Ballen. DemThurn Kryere gegenüber war der Fruchtgarten voller Obst-bäume all im Quincunx angepflanzet; hinter demselben dasgroße Gehäg, von allen Arten Gewildes wimmelnd . . . AlleZimmer, Säl und Gemächer waren nach den Jahreszeiten ver-schiedentlich tapezirt, die Böden all mit grünem Tuch bedeckt,die Betten von Stickerei)."^
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