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bequemer und sinnlich faßlicher, als daß er sie für ein nichts-sagend in sein Ohr tönendes Wortgeklingel aufgeben sollte; imGegentheil, er setzt den Dämon überall, er vergeistigt sich dieganze Natur, er führt überall ihre Prozesse auf übermenschlicheAgentien zurück (a. a. O. S. 66.). So entwickelt sich unterHinzunahme anderer Momente (z. B. der Tranmerscheinungen)oder körperlicher Analogien (wie des so bedeutsamen Blutesund des Athems) die buntschillernde Welt des Animismus, wiesie Tylor treffend benannt hat,- je nach der sittlichen Höhedes betreffenden Volkes und je nach der schöpferischen Kraftseiner Phantasie bald feinsinniger und idealer gestaltet, baldgrotesk verzerrt und zu blödem Fetischismus erstarrt (obschonman sich hüten sollte gerade auf diese Phase der religiösenEntwickelung hochmüthig herabzusehen; auch die modernen Kultur-völker, auch das hochgepriesene Christenthum enthält unzweifel-haft fetischhafre Züge und Ueberlebsel), denn in seinen Götternmalt sich der Mensch, und wie Aristoteles schon ganz richtigbemerkt (im Hinblick ans die Platonische Jdeenlehre), das Un-sinnliche (in unserem Ausdrucke das Transcendente) ist dasSinnliche noch einmal, nur gleichsam in anderer Beleuchtungund Gruppirung. Die psychologische Zergliederung aber, wiesie uns schon die Sprachvergleichung gelehrt hat, zeigt, daß dieElemente, die eigentlichen Grundbestandtheile, ganz und gar derirdischen Welt entnommen sind und nur für Denjenigen, derden Endpunkt dieser Entwickelung im Auge hat, kann jenersupranaturale Nimbus noch bestehen bleiben, der für eine psycho-genetische Auffassung längst entschwunden ist. Wie nun inner-halb bestimmter Volksgruppen sich einzelne religiöse Idealeweiter entfaltet haben, wie bald im schroffen Dualismus dieGötter im unversöhnlichen Kampfe gegeneinander entbrannten,bis einer den Sieg davonträgt, oder sich still und friedlich eineallmähliche Amalgamation vollzieht, und nur darin sich ein
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