Druckschrift 
Adolf Bastian
Entstehung
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Knabe so gläubig hing, die glänzenden Worte, für die sich derJüngling begeisterte, wenn alle sie in ein Nichts verschwinden,in leere Nebel zerfließen. Es sind die Klagen eines verzärteltenSchwächlings, der die Natur nur aus den Fenstern der Ammen-stube hatte kennen lernen, der jetzt, wo man ihn Hinausgetrieben,vor jedem Windstoß zittert und sich nach seinem weichen Bettezurückwünscht. Wäre unsere Generation in der Schule psycho-logischer Grundsätze erzogen worden, wir würden die albernePeriode des Weltschmerzes erspart haben. Wohl sehen wirrings um uns das Walten in ihrer letzten Ursache unverständ-licher Gesetze, aber wir sehen sie zusammenwirken im harmo-nischen Einklang; wir haben kein festes Ziel, dem wir entgegen-streben, aber wir haben auch die Lüge entlarvt, die uns durchLuftspiegelungen täuschen wollte, wir haben nicht die tyrannischenLaunen eines eifersüchtigen Gottes zu tragen, wir fürchten nichtmehr, wenn ein mächtiger Feind unseren Schützer aus demHimmel treibt, mit ihm in den Abgrund der Vernichtung zuversinken, wir zittern nicht mehr bei dem entsetzlichen Schauspiel,wo der Welt allmächtiger Schöpfer sich selbst zum Opfer dar-bringen muß, um drohende Gefahren abzuwenden. Wir trauenauf keine fremde Hülfe, denn jede Hülfe ist trügerisch, wir stützenuns auf keinen Stab, denn jeder Stab mag morsch sein und unteruns splittern. Das Joch ist zerbrochen und wir sind frei. Freiwie der Vogel in der Luft, frei wie der Fisch im Wasser,frei wie der Baum auf offener Wiese. Sind sie nicht sich selbstgenug in ihrer Freiheit, begehren sie eines äußeren Eingriffs,da jede Beschränkung nur schaden kann? Und was ist es, dasdas Menschenherz begehrt? Das Ganze zu kennen, von demes nur ein integrirender Theil ist. Kann es hoffen, es jemalsanders zu verstehen, als in dem Moment seines Mitwirkens indem allgemeinen Zusammenhänge? Kann ihm ein sichererer underhabenerer Trost geboten werden, als sich selbst ein Atom zu

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