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2 (1891)
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ist, sollte eS ihn viel mehr betrüben alserfreuen; er muß das Reisen unerhörtlieben" 411. „Wäre ich an des Kurstv. Brandenb. Platz, würde ich gar zu-frieden sein, ein mächtiger u. reicherKurf, zu bleiben; der Name eines Königswird ihn nicht glücklicher machen, son-dern nur viel smdarrss geben" 425.

1701: „E- L. haben recht zu sagen,daß man Kurbrandenburg hier denKönigstitel geben wird, sobald man ihnnöthig hat" 440. „Ein Kurfürst, derreicher ist, als alle Utsssss Ro^uiss,u. mehr Land u. Leute hat, könnte sichwohl mit seinen! Titel begnügen u.alles, was nur Titel sind, sür Lhimairehalten, zumal wenn diese Titel mehrZwang als Freiheit mit sich bringen.Aber wie E. L. mir diesen König be-schreiben, so liebt er den öoiat u. Zwang,weil er die Leremonien liebt, es wun-dert mich also nicht, daß er gern hatKönig sein wollen" 441.

1702: „Wäre ich an I. M- Platz,hätte ich lieber ein großer u. mächt.Kurf, bleiben wollen, als ein mittel-mäßiger König sein, aber ein Jeder hatseine Ansicht u. kann man hierauf dasSprichwort citieren: „„Einem Jedenseine Weis' gefällt u. seinen Dreck fürWeihrauch hält"" 487. „Ich meinte,Graf Wartenberg regiere mit seiner Frauden König, u. nicht der Graf u. dieGräfin Dohna, wie E. L. nun sagen" 490.„Es ist schad', daß dieser König nichtkatholisch ist, I. M. würden manchegroße Messe hören u. sich von den Bi-schöfen mit Weihrauch beräuchern lassen;ich glaube, er würde auch neue Cere-rnonien erfinden; wäre ich freilich Herr u.Meister, würde ich sie alle abschaffen" 515.

1704: „Ich glaube, der König inPreußen hat den Stein der Weisengefunden wegen aller Magnificenz, wel-che derselbe in allem hat" 549.

1705 snach dem Tode der SophieCharl.s: „Weil d. König von Pr. dieLeremonien so sehr liebt, werden ihmLiese zum Trost dienen" 568.

1706: „Mir deucht, daß, wenn manwie d. König v. Pr. über 40 Jahr altist u. nicht schön von Taille, sich daserschreckst Putzen nicht mehr schickt;solches kommt mehr den Weibspersonenzu. E. L. haben recht, Monsieur selighatte viele von den Manieren diesesKönigs" 599.

1708: „Es ist mir recht leid wegenE. L. beider Enkel, daß der König v,Pr. die Thorheit thun will, sich wiederzu verheirathcn. Er ist doch schon nahean 52 Jahre, da fürchte ich, daß dasGrüne nicht wohl bei stehen wird; ichglaube, daß er sich schämt, E. L. davonzu schreiben. Der König niuß ein garprächtig Bcilager halten wollen, aberwie ich aus E. L. gnäd. Schreiben er-sehen . . , wird die Reue nicht fehlen"668. „Der Kronprinz u. die Kron-prinzeß hätten Leremonien erdenkensollen, ihn damit zu beschäftigen, damiter an keine Heirath dachte" 671.

1709: „Man kann vom König v. Pr.das Sprichwort sagen, daß er sich eineRuthe auf seinen eigenen Hintern ge-bunden hat, u. hätte das Heirathenwohl lassen können" 679. „Ich finde,daß der König recht wohl gethan, denTartüffe Aug. Heim. Franckevon seinemHose zu entfernen; da kann nichts Gutesvon kommen" 715.

1711: „Der König hat eine fetteGans sdie Wartenbergs gemästet u.sortgeschickt, will, wie ich sehe, eineandere mästen. So geht es bei dengroßen Höfen zu" 757. „Der Königwird noch endlich mit Leremonien pur-gieren. Es müssen viel Schwachheitenbei diesem Herrn regieren. Daß er vonder verstarb. Königin sSophie Charl.snoch spricht u. die jetzige sSophie Louisesverachtet, das ist weder sür die eine,noch sür die andere obligant, dennhätte er die erste geliebt, warum nimmter diezweite? u. nachdem er diese ge-nommen, verachtet er sie wieder" 762.

1712: „Der König muß doppelteFreude haben: erstlich einen Enkel sFrie-