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möglich, daß die Geistlichen in Han-nover ignorieren können, was dort vor-gegangen und aller Welt kund ist?Lassay ist gar nicht närrisch, ich weißalso nicht, warum ihn die LauenauischeDame hat dafür ausgcben wollen. .Was Lassay u. Blanchefort gesagt, istnicht erlogen, sondern gar zu natürlichherausgekommen. Sie, die LauenauischeDame, thut aber wohl, es zu leugnen,aber, wie es im Lsrtrau äs Oigarralheißt: tous msoirauts os.8 sout rsni--rdlos" 19»; 16. Jan. 1695: „Ichwundere mich gar nicht, daß dem Kur-prinzen das Heirathen verleidet ist;mit e. solchen Weib, wie das seine war,sollten ihm alle Weibsbilder verleidetwerden, u. ihm wäre es weniger zuverdenken, als Andern, wenn er dieJnclination hätte, deren ihn seine ge-wesene Gemahlin beschuldigt. Wennman der gewesenen Kurprinzeß erlaubtezu leben, wie es ihr gefällt, glaubeich, daß sie wenig darnach fragen sollte,daß man ihr das Wicderheirathen ver-bietet. Wenn einmal ihre Ehescheidungvollzogen sein wird, wird cs ihr wenignützen, Reue zu haben" 192; 6. Fcbr.1695: „Lassay ist einer der feinstenFranzosen hier am Hof. Ich begreifenicht, wie die Dame von Lauenau sichentschuldigen will, indem sie e. falschenGrund angiebt, denn Alle, die Lassaykennen, sehen, daß er kein Geck ist.Wer einmal ein solch Leben gewohntist, wie diese Dame, läßt selten davonab. Sie war zu jung, auf ihre eigeneHand damals allein zu reisen, manhätte besser gethan, sie bei E. L. zulassen, als sie nach Venedig zu führen.Ich bin froh, daß Herzog Georg Wil-helm die Sache ein wenig verschmerzt;ich glaube, er besucht seine Gemahlinaus Mitleid, denn sie hat Trost von-nöthen" 193; io: Febr. 1695: „Mansagt hier, daß die gewesene Kurprinzeßwieder zu ihrer Frau Mutter sollte,um bei ihr zu bleiben; weil aber E. L.nichts davon sagen, kann ichs nicht
glauben. Die Dame zu Lauenau wirddann künftig die Prinzeß von Cellesein, es sei denn, daß sie wieder Fräu-lein von Harburg werden sollte" 194;13. Febr. 1695: „Ich glaube, dasFräulein von Ahlden mag wohl rechtreformiert sein, denn cs ist viel leichter,weniger, als niehr zu glauben. Wiekann die Herzogin von Celle glauben,daß ihre Tochter nicht unglücklich werdenwürde mit solchen Maximen, wie siesie erzogen hat, denn welchen Herrnfindet mau in der Welt, der allein seineGemahlin liebt u- nicht etwas Anders,Mätressen oder Buben, dabei hat.Sollten deswegen ihre Gemahlinnenauch so übel leben, könnte, wie HerzogGeorg Wilhelm gar recht sagt, Nie-mand sicher sein, daß die Kinder imHaus die rechten Erben wären. Weißdiese Herzogin nicht, daß der WeiberEhre darin liegt, mit Niemandem, alsihren Männern zu thun zu haben, u.daß es den Männern keine Schandeist, Mätressen zu haben, aber wohl,Hahnrei zu sein? Daß sie es alsowenig leiden u. die Weiber sich tausendUnglück auf den Hals ziehen, wenn sieSolches unterfangen? Ihrer TochterUnglück wird ihr diese Wahrheiten nurgar zu viel lehren" 195; 3. März 1695:„Des Herzogs Georg Wilhelm Festigkeit,seine Tochter nicht bei sich zu haben,ist bewundernswerth, es erweist, wiesehr seine Ehre ihm angelegen ist. Ichglaube, die Dame sSophie Dorotheesverlangt nach Ahlden zu gehen, umein wenig zu reisen u. Luft zu ändern.Ich glaube nicht, daß sie große Lusthat, auszureißen, denn weil ihr HerrVater sie nicht sehen will,, wo solltesie nun hin?" 198; 16. März 1695:„Ich glaube, daß die LauenauischePrinzeß nach Ahlden gewollt hat inder Hoffnung, daß, wenn sie wieder inihres Herrn Vaters Lande sein würde,dieser es nicht würde über's Herzbringen können, sie dort lange zu lassen,ohne sie wieder zu sehen, u. daß, wenn