Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
Seite
358
Einzelbild herunterladen
 

358

verderben" 729; 29.Juni 1710:Ichhabe die Exemplare von dem Bucheder holländ. Frau aussuchen lassen, u.was sie von E. L. erzählt ganz ändernlassen. Sie sagt: E. L. hätten die Her-zogin v. Celle u. ihre Tochter stets ver-salzt, u. lauter solche Lügen, die michrecht ungeduldig gemacht haben" 731;739; 4. Dec. 1710:Die Herzogin v.Celle hat das größte Unrecht von derWelt, nicht kathol. zu werden, da siedoch schon den Glauben hat. Sie mußvielleicht sürchten, daß man ihr dannVorschlägen möchte, sich in e. Klosterzurückzuziehen, was ihr besser zukäme,als e. Herzogin zu agiren. . DieseHerzogin muß doch eine rare Damesein; sie macht es wie der König David:da er alt wurde, machte er Psalmen,da er jung war, that er etwas andres;sie auch" 741; 22. Nov. 1711:Esverdrießt mich, wenn ich sehe, daß dieHerzogin v. Celle bei E. L. sein kann,wann sie will; dazu ist sie nicht, wieich, geboren, u. ich, die ich E. L. überAlles liebe, ehre u. respectiere, mußimmer so weit von E. L. sein. DieMenage selber zu führen hat man unsnicht gelehrt, aber Armen Gutes thunwissen wir ebenso gut, als die Herzoginv. Celle. Woher, sollte diese Herzoginsürstl. Mienen haben? Wenn E. L.wüßten, was die äswoissUss srrivnntsshier sind, Sie würden sich verwundern,daß diese sich e. Augenblick fürstlichstellen kann, denn wer etwas Rechtesist, würde der Prinzeß v. Tarent hiernicht gedient haben, denn man weißhier nicht, was e. Prinzeß v. Hessenist, u. rechte Leute von Condition würdennicht im Hause von La Tremouilledienen, es seien denn gar arme Leute,die sonst betteln gehen müßten" 776; 808.

Elisabeth Christine, Tochter des HerzogsLudw. Rudolf von Wolfenb., siehe unterÖsterreich.

Elisabeth Juliane (vonHolstein-Norburg),Gem. des Herzogs Ant. Ulrich, 529. 530.

Ernst August, Herzog, später Kursürst von

Hannover; 3; siegt an der Conzerbrücke(1675) 8; ist bei der Erstürmung Triers9; II; 45; 72; Elis. Charl. schreibt8. Juni 1692:Der Gesandte Venedigshat gesagt, daß Onkel sErnst Augustseine Million an den Kaiser gegebenhätte, um Kurfürst zu werden. Ichdenke, Onkel hätte es sollen wohlfeilerhaben, ich habe es nicht geglaubt" 135;153; 17. Dec. 1692:Wenn ich anOnkels Stelle gewesen wäre, hätte ichmich nicht zum Kurfürsten gemacht,denn I. L. waren ja ein großer Herrgenug, um mit s. Stande zufrieden zusein, denn Solches erhebt ja nicht sosehr; zudem hätte ich lieber mein Geldbehalten u. mich lustig damit gemacht,als dasselbe vielen Blackscheißern zugeben; drittens glaube ich, daß es seinemEnkel vortheilhaftcr gewesen wäre, dasganze Haus in Einigkeit zu behalten,als einen solchen Verdruß dem PrinzenMaximilian zu thun, ihnr e. Souve-ränität abzuklauben" 156. 157; ErnstAug.'s Krankheit 165. 166. 237. 246.257. 308; 23. Aug. 1696:Ich kannnicht begreifen, wie Onkel, der dochVerstand hat, so eine schlechte Entschul-digung macht, E. L. nicht mit nachLinsburg zu nehmen. Männer wollenallezeit ihre Autorität erweisen u. denkennicht, daß das Leben angenehmer fürsie selber u. sür die Frauen wäre, inguter Freundschaft zu leben. Manverstehet sich nicht genug, in dieser Welteinander glücklich zu machen, u. dassollte man doch thun, weil leider dasMenschenleben ja so kurz ist" 249; E.A.'s Tod 332; 20. Febr. 1698:Wiesehr mich Dero Unglück u. Verlust be-trübt, kann ich nicht aussprechen; E. L.wissen, wie sehr ich Onkel geehrt u.geliebt habe. . Ich weiß, welch einelend Leben E. L. seit anderthalb Jahrengeführt haben, E. L. haben e. ewigenRuhm damit erworben" 332; 12. Febr.1699:Es scheint, daß es Onkel ge-reuet hat, nicht allezeit wohl mit E. L.gelebt zu haben, weil er Niemanden,