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2 (1891)
Entstehung
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345
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künfftiger überleßung der übrigen theille der Ootavia, so er befohlen zu schicken,mich seiner zu erinern nndt zu glauben, daß er mitt der grösten Hochachtungvor mich stürbe. Ahn meinen sohn schickt der gutte Herr eine uhr, so ervor ihn hatt machen jlaßenj. In einem andern brieff stehet: ich solle ihmzu gntt halten, daß er sein versprechen mitt das endt von der Ostnvia nichtgantz halte, allein es were zeit, alle irdische gedancken abzulegen undt ahnnichts, alß geistlich zu gedencken. Lch gestehe, es tousdirt mich unerhört,daß der gutte Herr mitt solcher freündtschafft ahn mich biß ahn sein endtgedacht hatt. . Nun die fürstin von Oauäsrsiisiinck) ihren Herrn vatter nichtmehr zu fürchten hatt, halte ich, daß sie sich oarisrs geben wirdt undt mögtewoll ihrem sohngen ein schwestergen oder brüdergcn geben, weillen sie sichso wenig schembt undt ihr kindt offendtlich spatziren führt. .

Carfreytag ist bey den rstormirtsu ein großer tag undt fasttag, weißnicht, ob er noch so ist wie zu meiner zeit. E. L. werden woll das liedt:O mensch, bewein dein sünden großes nicht gantz außgesungen haben, dennes hatt 22 gesetzt; ich kan sie schir, habe sie psrksst nach einander gewust,aber nun muß ich das erste wordt sehen, umb es nach einander zu wißen,denn in meiner cammer singe ich es noch. I'i'int? lla^ot/.i sagt, daß manin gantz Ostsrsisli undt Löbmsu die lutdsrisods licder singt, undt jemandtsanderst hatt mir gesagt, daß alle satdolisodsu in Lödmsn im abendtmahlden kclch entpfangen. Ich kan nicht begreiffen, warnmb der papst anderndiß nicht auch erlauben will. Aber genung hirvon, ich mögte zu weydt inden tsxt kommen undt meines beichtvatters gebott übertretten. .

Lions, äs Noro^), der etlichmahl naßeweiß genung ist, hat hir überallaußgebreydt, daß der gutte hertzog") lutdsrissli gestorben were; ich habe abergeantwortet: weillen er die letzte öhlung entpfangen, so muß er ja satliolissligestorben sein, denn die lutdsrisolisu haben keine letzte öhlung. .

Lalvinus habe ich nicht in meinen msänillsu, wenn es E. L. subiustnicht berauben solle, würden mir E. L. eine große gnade thun, mirs zuschicken. Ich habe päpsts, dockter Imtdsr, Llolinos''), mons. ^ruauä^), moos.äs Oa-mdiÄ^ch; alles was in der well extiaoräinaris geweßen, samble ich; ichhabe auch I'adds äs In Nrapps^), aber nur in bley. .

Mich deücht, wuäs äs Roussulls^o) ist zu gering, oberhosfmeisterinvon königlichen lindern zu sein; aber es ist doch ein Zeichen von gutt imtursll

^ Vgl. II, S. 260, N. 5. 2 ) Gesang von Sebald Heyden, f 1561. y Der Gesanghar im Orig, nicht 22, sondern 23 zwvlfzeilige Strophen; vgl. Wackernagel, Das deutscheKirchenlied, III. S. 553 f. y Vgl. I, S. 328, N. 4. h Anton Ulrich. °) Michael Mo-linos, der span. Mystiker, sein relig. System nannte manQuietismus", y Antoine Ar-nauld; in allen Streitig!, gegen die Jesuiten u. die Regierung war er der Wortführer derJansenisten. h F4n4lon. ") Nancä; vgl.II, S. 194.N.4. ^°) So!Rocoulles, Marthede, geb. Montbail, Gemahlin des Obersten v. Roc-, Gouvernante Friedrichs des Gr., -s 1741.