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2 (1891)
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kommen sein; welcher es aber ahm wenigsten meritirt, ist derSeillcrff, dennder ist ein rechter schelm undt hatt sein glück nur mitt verrühterey gewöhnen.Er sontanirt aber seine schelmerey übel, denn wie er vor etlichen jahren hirwar undt mich nngefehr zu l^ontuinödlsau bey dein oanul begegenet, crschracker so erschrecklich, daß er bleich wie der todt wurdt undt batt, man solte ihngeschwindt wegführcn, denn er war in einer kntzsch. Riob8 bistoria rechnetman doch nicht unter die upooripb bücher, meinte also, daß die geistlichen esvor keine oommaclio halten. Die warheit aber zu bekenen, so ist das «liu-lo^ua zwischen unßerm Herrngott undt dem teüsfel ein wenig suzat ü ouution^),wie man hir sagt. Hiob, sicht man woll, daß es vor die ckovotion gemachtist. Es mag ihm sein wie ihm wolle, aber das hohe liedt Lulomonis kanich nicht begrcisfen, wie man ein angcnblick hatt gedencken können, daß esvor die gottsforcht gemacht ist, insonderheit weillcn es von einem Königkompt, so die Weiber so lieb gehabt hatt.Man hett dat vattst woll thoudhun können", nmb wie Lumorstsiu^) zu sprechen, denn auß dießvatt"seindt viel wüstereycn gestoßen. .

467 . Vorsuillo den 8. Lsptomb. 1701.

... Im zurückfahren stiege ich zu 8t. Om-mum ab, funde den armenKönig llueob in eben einen so erbärmlichen standt, alß vergangenen Sontag;die Königin funde I. Bl. waß beßer, finge ein wenig ahn zu hoffen; ichfnnde ihn aber unerhört übel; er hatt zwar die stimme noch so starck wieoräinurio undt kent psrtoot woll, sagte, sobaldt er mich sähe,Uuckums, zovous rsmöroio ot vou8 8M8 bien oblixs ctg tou8 vo8 8oin8", er sicht aberunerhört übel auß, sein bart ist wie ein oupuelnor. Vergangen Sontag,nachdem er alle seine 8uoruiu6ut6u cntpfangen, ließ er seine kinder Hollen.undt alle seine leütte kommen, gab den kindern den seegen undt predigte demprintx cko Oullo lang, wie auch allen seinen ckow68tigu6u; der priutr ckeOullö war sehr touobirt, siel dem König, seinem Herrn vattern, umb denhalß; man muste ihn mitt gewalt abreißen. Es war nichts erbürmlichers,alß dießen hoff zu sehen, haben mich woll von hertzcn weinen machen; diegutte Königin ist in einem standt, der nicht zu beschreiben ist; ein steinmögte es erbarmen. . . Wie ich auß E. L. gnädig schreiben sehe, so seindtsie wie ein psrloetsr pbiIo8opb6, alle Krunctsur dießer Welt so kaltsinig ahn-zusehen. Mich deücht, der englischen Könige 8ort ist: nicht so lang alß

*) Jvh. Fricdr. v. Seilern, zuerst Regierungsrath u. Staatssecretär beim Kurf. KarlLudwig v. L. Pfalz; fiel 1675 in Ungnade (vgl. Public, a, d. Kgl. Pr-Staatsarch. 26, S. 262u. Hausier a. a. O. II, S. 676), ging dann nach Wien, ward hier katholisch u. Geh. Rathu. 1713 von Kaiser Karl VI. in den Reichsgrafenstand erhoben; fi 1715. sns. L oantion:unzuverlässig, nicht zu trauen. ^ Faß, ^ Georg Christ, v. Hammerstein; vgl. I, S. 93,N. 2.