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1 (1891)
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kopff anff alle seilten visitirt nndt endtlich fnnden, daß ich ihm wahr gesagthatte; hatt mich selber hir in mein cammer gcsührt nndt sists noch ctlichzcitt bey mir blieben, umb zn sehen, ob ich auffs wenigst nicht taumblichwere. . Ich mnß sagen, daß der König mich noch täglich mehr gnade er-weist, denn er spricht mir überall zu, wo er mich ahntrisft, nndt lest michjetzt alle Sambstag Hollen, umb inoclianosolu^) mitt ihm beh nmä. ckoNoutospanch zu halten. Dicßes macht auch, daß ich jetzt sehr ä In mockobin, denn alles was ich sage nndt thne, cs sey gutt oder überzwerck^), dasackmiriion die hoffleütte auch dermaßen, daß, wie ich mich jetzt bey dießerkälte bedacht, meinen alten zobel ahnzuthnn, umb wärmer aufs dem halßzu haben, so lest jetzt jederman auch einen aufs dieß pntron machen nndtes ist jetzt die grvstc woäo; welches mich woll lachen macht, denn eben die-ßclben, so jetzt dicße inocko nckiniriron nndt selber tragen, haben mich vor5 jahren dermaßen nnßgelacht nndt so sehr mitt meinem zobel beschriecn,daß ich ihn seiderdem nicht mehr Hab ahnthun dörffen. So gehts hir behdießem hoffe zu, wenn die oonrtisans sich cinbildcn, daß einer in lnvour ist,so mag einer auch thnn was er will, so kan man doch versichert sein, daßman npropirt werden wirdt, hcrgegen aber, Wan sie sich das oontrari ein-bilden, so werden sie einen vor rickioulo halten, wenn er gleich von Himmelkämme. Wvltc Gott, daß es sich schicken köntc, daß E. L. ein monat etlichehir sein nndt dießes leben sehen könten: ich weiß gewiß, E. L. würden offtvon hertzen lachen, wir würden aber noch von beßerm hcrtzen lachen undtlustig sein, wan es ausf die manir geschehen köntc, wie ich schon so offt ge-wünschet undt welches nicht schlim vor mein patgen sein solteZ. Aber

apropo von dießer suchen: wir seindt jetzt hier in sorgen wegen eines onvo^svon Bayern, denn wir, insonderheit Llormienr fürchtet, daß es ein bößzeichen vor nnßere mackmoisello^) sey. . Ich woltc lieber, daß wir unßermnckwoisollo hir behielten, denn außerdem daß es Nousisur dochter ist undtich ihr daher alles gnts wünsche, sondern auch weillen wir jetzt mitt ein-ander gewohnt sein, nndt Wan die Chnrprintzes von Bayern'') mnäams Inclnuplüno werden solte, dan müste ich gantz neue knntschafft machen. .

Waß ahnbelangt waß man mrrckow. Oliovnlorio^ zu Zell gesagt, so willich E. L. davon sagen alles waß ich weiß nndt die rechte warheitt ist.tchriuoossch von larantoch sagte mir, daß mnä. cko Harbni-A ihr geschrieben

y Usäiuuoolrs (aus dem Spanischen), Mitternachtsschmauß. y Franyoise Athonaisde Rochechouart, 1663 verhcirathct mit dein Marquis de Montespan, dann die Mätresse desKönigs Louis XIV.; später (1682) von der Maintenon verdrängt, y Überzwerg quer;vgl. Schmetter, Bayer. Wörtcrb. IV, S- 308. ^) Die Herzogin v. O. hat noch immer eineVerlobung des Dauphin mit ihrem Pathenkinde, der Tochter der Herzogin Sophie, SophieCharlotte, im Sinne. ") Vgl. S. 10, N. 2. °) Vgl. S. 10, N. 3 y De la Chevallcrie,

Hofdame der Herzogin Sophie, spätere Frau von Sacctot. y Die Prinzessin von Tarent,

Emilie (von Hessen-Kassel), bei welcher Eleou. d'Olbreuse Hosdame gewesen war.