gemacht sein, darumb auch so ein schön Par zusammcnkommcn alß der chnr-Printz von Lrrrnckonboiirx nndt die prinoas von Oassol^); auffs wenigstekönnen sie einander nichts vorwerffen. Noch etwaß muß ich E. L. sagen:wir spillen alle tag ein spiel, so man lioor^) nent; ich weiß nicht, ob esE. L. kenen; und wie mein beüttel nicht gar woll versehn war, so hatt mirI M. der König 2000 pistollen zu spillen geben, allein ich bin so unglück-lich nndt habe schon scyder 14 tag 1700 verlohren, also wirdt mein spielbaldt ein ende haben. Znkünfftigen Montag gehen wir nach ll'oiitrrinsdloan,nlwo mich der König hinführt, weillen ich noch nie dort geweßcn; ich hoffe,daß wir miß dort ein wenig lustig werden machen, denn alles jagtzeug gehthin nndt die oowmeäianton. Das schöne Wetter, so min ist, macht michauch hoffen, daß wir offt spatziren werden fahren. . .
9. 6t. Olou den 14. Loxtembor 1675.
Ich bezcüge E. L. meine freüde, daß Gott der allmächtige onoloch,pattoff nndt iinßern printzen°) so gnädiglich vor Nrior") vor Unfall behüttethatt. Alß ich dieße zeittnng erführe, dörffte ich nicht so springen wie ichbcy der gewonnenen schlagt gethan hatte, weillen ich die einnemung vonMier vom König selber erfahren, welcher onole nndt patto unerhört lobte,und sagte auch, daß die gefangene nicht genung rühmen tönten, in waßg-onerousso nndt auch zugleich tapffere hende sie gefangen weren. Hernachauch Hab ich ihnen verzehlt, wie Asnsrsiw nnßer Printzch in der schlagt sichVerhalten, daß er nicht allein gegen den feindt gangen sey, sondern daß erauch so vielten das leben errettet hatt, worüber sich der König nndt lKon-8ien>-, alß ich ihnen gesagt, daß er kaum das 15. fahr erreicht hatt'si, überdie maßen verwundert. Ich weiß, daß es E. L. auch nicht würde übel ge-fallen haben, Wan sic hetten hören können, wie er von münniglich ist ack-mirirt worden . . . Ich muß bekennen, daß ich mich zu b'ontainobloanüberaus woll äivortirt, allein es ist mir dieße freüde unerhört sauer cin-
h Der Kurprinz Friedrich (I.) verheiratete sich später (1679) mit Elis. Henriette,Prinzessin von Hessen-Kassel. — Am 19. März 1676 schreibt die Herzogin Sophie an ihrenBruder, den Kurf. Karl Ludwig v. d. Pfalz: „Ks Krinas LIsotoral (Friedrich) sst trss malVati ä os gn'on äit; s'il spouss la Krinossso äs Oasssl, somms onlsaroit, il sn visnärasaus äouts uns vilains raos" (Public, a. d. Kgl. Preuß. Staatsarch. Bd. 26, S. 266).0 Looa (nicht zu verwechseln mit dem, angebl. vom Kardinal Mazarin erfundenen Karten-spiel „lloo"), ein berücht. Hazardspiel, welches um die Mitte des 17. Jahrh. aus Rom nachFrankreich gelangte. Eine genaue Beschreib, dieses Spiels giebt die Herzogin in e. Br. andie Raugr. Louise vom 9. Sept. 1717: Bibl. des lit. V. in Stuttgart, 122, S-87. h Her-zog Ernst August von Hannover, Gemahl der Sophie, ff Herzog Georg Wilhelm von Celle,h Sie meint den ältest. Sohn der Herzogin Sophie, Georg Ludwig. ^ Am 3. Sept. 1675ward Trier durch den Herzog Georg Wilhelm erstürmt, h Der Pr. Georg Ludwig war am28. Mai 1660 zu Hannover geboren.