2. 8t. Osimuiu den 3. Dseomboi' 1672.
. . . sJchj sage nur dißes, daß Noiisiom^) der beste mensch van derWelt ist; wir vertragen nnß auch gar wvll; er gleicht an kcins vvn seinenoontretaiot . .
3. 8t. OIou-) den 5. ^.ugnisti 1673.
Ob zwar der evurir, davon E. L?) schreiben, ein sehr cmsmkolm-ouvulioi- ist, sv muß ich dvch bekenen, daß ich ihn nicht geschickt habe, son-dern dutilloiU) hatt es anff seinen eigenen kosten gethan, ob sic aber diegolden iiioäullisii, so ihnen ouole") geben, mitt einander theilen werden,weiß ich nicht, glaube aber doch, daß es schir anff so etwas; ahngesehn ge-weßcn, dcrvwegen hatte der gntte oonrir gewiß sich meines nahmens ge-braucht. ^Wnß aber meinen kleinen") ahnbelangt, so ist er so schrecklich großnndt starck, daß sers niet verlöfff) met verlvff eher einem Tonischen undtWestfällinger gleich sicht, als; einem Uruut/msson, wie E. L. aus; seinemoontrotuit ersehen werden, svbaldt er gemahlt wirdt werden, denn ichs E. L.alßdan schicken werde. Unterdessen bringt man wuistrsch E. L. mein beren-katzenaffengcsicht mitt; alle lenkte hir sagen, daß mein kleiner bub mir gleicht,also können E.L. woll drucken, daß es eben nicht so ein gar schön burschenist; jedoch wenn er nur mein patgcn, E. L. priuoosch, gefühlt, dan ist allesgutt, weilt sic doch, wie E. L. mir schreiben, mitt der zeit ein Par gebensollen. HindersviU") wolle ich, Wan es bey mir stünde, woll hertzlich gernzu einem gutten henratt hclffen, allein, wie E, L. selber schreiben, ich forchte,daß das gelt nicht gar so starck sehe wie die liebe, undt was; oburg'on ahn-belangt, so seindt keine beh ülousiour zu vergeben undt bchm König seindtihrer ohne das so viel, so lange in des Königs eigene dinstc gemessen nndtmitt schmertzen drauff laueren, daß der König also vhnen zwciffel woll keine
„Nonsisni'" hicst der Herzog v. Orleans, seine Gemahlin: „Nnäarno". h — 6Ionä.h — Euer Liebden. Marschal Paul Sigism. de Montmorcnci, Duc de Chatillon.
h Herzog Ernst August, d. Gemahl der Herz. Sophie, h Ihren am 2. Juni 1673 ge-borenen ersten Sohn Alexandre Louis, Herzog v. Valois. — Am 6. Juli 1673 schreibt dieHerzogin an ihre frühere Erzieherin, die Frau v. Harling: „Mein hertzallerliebste fraw v.Harling, ich habe woll nicht anderst gedacht, alst daß ihr gar fro werdt gewest sein über diezeittung von meiner glücklichen niederkunfft mitt e. svhn, denn wie ich allezeit wie ewcr kintgewest bin, also muß es mein lieb sraw v. Harling itzunder sein, alst wenn sie ein cnckelgenbekommen hctte . . Es ist ein frischer, gesunder gesell gottlob; ich bins woll gewahr worden,wie groß und starck er ist, bin in allen 16 stundt in kindesnöhten gewesten u. 5 in den gargrasten schmertzen, welche so abscheülich waren, dast ich kein auqenblick rast hatte, bist dißbürschel endtlich hervörkam"; vgl. Bekenntnisse der Prinzessin Elis. Charl. v. Orleans, Danzig1791, S. 35 f. h — mit Erlaubnis, h Jemc; vgl. den Anfang von Br. 4. ") SophieCharlotte, geb. 2. Okt. 1668. *") Hofdame der Herzogin v. Orl., später verheirathet mit
einem Marquis de Foy.