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auf der großen deutschen Ausstellung in München mancheseiner edelsten Werte zur Anschauung des Vaterlandes ge-bracht worden sind, hat die öffentliche Meinung ihn denersten Künstlern der Heimat zugesellt. Wer solche Dingevon dem armen Kranken hörte, der sah ihm gewiß miteiner Thräne im Auge nach, zumal wenn er vernahm,daß der geistige Tod den lebendigen Leib mitten in seiner-hellen Ruhmesbahn überfallen hatte. Fragte der Fremdeund Unbekannte aber bedauernd nach seinem Namen, sonannte man ihm den mit unseligstem Siechthum Behafteten:Alfred Rethel. ^
Alfred Rethel wurde am 15. Mai 1816 auf demHaus Diepenbend bei Aachen geboren. Sein Vater JohannRethel, ein geborener Strasburger, kam unter dem fran-zösischen Consulat als Präfecturrath in die alte KaiserstadtKarl's des Großen und heirathete dort Johanna Schneider,die Tochter eines eingesessenen Geschäftsmannes. Auf Zu-reden seines Schwiegervaters legte er später sein Amt nie-der und widmete sich der Industrie, indem er auf Diepen-bend eine chemische Fabrik gründete. Alfred war das vierteKind seiner glücklichen Ehe. Wenn die Natur ihn auchnicht mit einer besondern Fülle und Kraft der Gesundheitausstattete, so verlieh sie ihm dafür einen desto lebendigemGeist. ^Jm Kreise seiner Genoffen zeigte sich der Knabeungewöhnlich aufgeweckt. Bei allen Spielen der erste, hatteer nicht selten Unfälle und Gefahren zu bestehen. Sowurde er zuweilen den Aeltern mit triefenden Kleidern indas Haus gebracht, wobei sich denn herausstellte, daß erseiner Keckheit folgend unzeitige Bekanntschaft mit demWiesenbach und dem Teiche gemacht hatte. Der kleine