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mindestens noch bis gegen Ende dieses Jahres hielt er daselbsteinen Seidensticker, einen Hofschneider und einen Hof-kiirschner 1 ). Auch scheint er selbst wenigstens noch einmalin Halle geweilt und in der Burg Wohnung genommen zuhaben 2 )- Aber sogar hier waren die „Lutherischen Winkel-prediger“ bereits im Jahre 1542 eingekehrt 8 ). Kein Wunderdaher, dass auch die Dominikaner die Stiftskirche nicht haltenkonnten. Selbst an Zahl zusammengeschmolzen, nicht mehrmoralisch verstärkt durch den Besuch der Bürger, gaben siees auf, ihre Gottesdienste in der grossen Stiftskirche abzu-halten 4 ) und begnügten sich mit einem dazu geeigneten Kaumein ihrem Kloster 5 ). Doch verblieben sie noch bis zum Jahre1561 in Halle, von wo sie sich nach der grossen Kirchen-visitation, die der zum Protestantismus hinneigende ErzbischofSigismund in jenem Jahre vornehmen liess, nur noch 5 anZahl, nach verschiedenen Orten hin zerstreuten 11 ).
dartzu dienlich erachtet, angenohnnnen und ime die bethgewande mmd
anders zu solchem ambte gehörende inventirt zugestaltt werde.
Was aber von tapetzerei ist, das wollen e. 1. unserm kegenschreiberMoritzen Keller unnd gedachtem kiister zugleich undergeben unnd das siebeide davon rechenschafft thun unnd solclis mit vleys warten“.
1) Cf. S. 211 N. 3-
2) Zu Anfang des Jahres 1542 verlautete gerüchtweise, Alhrecht werdenach Halle kommen (Justus Jonas an Fürst Wolfgang zu Anhalt, Brief-wechsel des Justus Jonas ed. Kawerau Nr. 628, Bd. II G4), doch wird unsnichts von seiner Anwesenheit in Halle berichtet, vielmehr weilt er am20, März noch in Aschaffenburg (Beilage 31b). Dagegen ist ein VertragAlbrechts mit „den Bossen gehrudern zu Ammendorf“, der beginnt: „WirAlhrecht —„gegeben uff unserm schlossze sanct Moritzburgk tzu Halleam freytage in der lieyligen osterwoche [16. April] 1514.“ (Halle, Kats-arcliiv, Urkk. N K. XIX A. 2 S. 259, Originalurkunde).
3) Siehe oben S. 211 N. 3.
4) Von Cresse bis Hertzberg (S. 167) geben alle Hallisclieu Lokal-chronisten und -Historiker den 7. Decemher 1541 als Tag' der Schliessungder Stiftskirche durch Alhrecht an. Da nun nicht nur nach jener chroni-kalischen Nachricht (s. o. S. 341) die Kirche am 22. März geschlossen wurde,sondern auch nach einem Briefe vom 10. April (Beilage 34) damals ge-schlossen stand, so könnte sich jenes Datum (7. Dec.), wenn es überhauptirgend eine Berechtigung hat, wohl nur auf die Schliessung der Kirchedurch die Dominikaner beziehen.
5) Dass. dieser nicht die alte Dominikanerkirche war, die nach Drey-liaupt neben der Stiftskirche, dem sogen. Dom, gestanden haben soll, istmehrfach widerlegt worden; s. oben S. 109, N. 2.
6) Dreyhaupt I 783. Hertzberg 263.