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Aschaffenburg kommen, wie ein „Buch“ mit dem Buchstaben Dnäher ausweisen soll: leider aber ist, uns keines von all diesenInventaren erhalten.
Als dann in den Jahren 1540 und 41 die Schätze derStiftskirche von Halle thatsächlich in die rheinischen Landedes Gardinals kamen, da wurden „die furnembsten stiefft,closter und liewser ym stiefft Meintz mit dem, was herausskhommen, stafflrt und vorsehen“, sodass beispielsweise dasAschaffenburger Stift Kostbarkeiten von über 18 000 fl. Werterhielt ‘). Auch ins Beguinenliaus im Tiergarten — jetztSchönethal — zu Aschaffenburg ist etliches davon gekommen 1 2 ).Dazu wird die grosse Zahl der Mainzer Kirchen, die bereitsim Testament Albreclits mit Zuwendungen — meist von Or-naten — bedacht waren, vielleicht schon damals, gewiss abernach des Erzbischofs Tode, zum mindesten das ihnen durchdas Testament Verlieissene erhalten haben.
Wie einst in der Magdeburgischen Diöcese Halle, so warjetzt Aschaffenburg der Lieblingsaufenthalt des Cardinais, undwir brauchen uns daher nicht zu wundern, wenn er-den kirch-lichen Instituten dieser Stadt seine besondere Eiirsorge zu-wendet. Hier interessiert uns jedoch nur eine SchenkungAlbreclits an das dortige Stift: am Gründonnerstag des Jahres1543 erhielt dasselbe 6 Reliquienbehälter, die an Gold undSilber etwa 1300 fl. wert waren: eine grosse silberne undvergoldete Monstranz, silberne Bilder von Johannes demTäufer (= 1L H. IV, 7.1) und der Jungfrau Maria, zwei kelch-artige, aber oben geschlossene und mit Heiligtum angefüllteGefässe und eine alte Monstranz mit Wunderblut, die auseinem Kloster zu Merseburg stammen soll 3 ): gewiss allesDinge, die einst zum Heiligtum des Stifts zu Halle gehörthatten, und von denen wohl die an letzter Stelle genannteMonstranz mit dem Geschenk des Magdeburger Domkapitelsan das Hallesche Stift vom Jahre 1531 (S. 277) identisch ist.
1) Bericht der Agnes Plessin über das Schicksal des Beg-uinenhausesnach Albreclits Tod, im Magdeburger Archiv.
2) Ebenda.
3) Archiv des German. Museums, Ms. de reb. Mog. fol. 426, Mitteilungenaus dem german. Nationalmuseum II 127.