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kiiclie verbinden soll. 1 2 3 /.j Jalire später liat er seine Hand vomStift zurückgezogen. War dies eine Folge des Kälber Land-tages von 1539? *). Wir wissen jedoch nnr, dass Albreclitdamals mit hohen Stenerforderungen an die Stände herantrat,diese aber nichts bewilligten. Wollte sich der Erzbischof etwadadurch rächen, dass er der Magdeburger Diöcese die Reicli-tiimer des Neuen Stifts entzog? Es scheint dies ein unzu-reichender Grund. Oder sollten die Kleinodien veräussertwerden? Das konnte auch von Halle aus geschehen und esgeschah, wie wir sahen, oft genug, und dazu beschenkt jaAlbreclit gerade damals durch sein Testament das MainzerKapitel mit allerhand Kostbarkeiten. Die Ursache ist wohlvielmehr darin zu suchen, dass der Cardinal, an einem offenenGeschwür leidend0, damals das Nahen des Todes zu fühlenglaubte. Wir sehen aus seinem Testament, wie er sich schonganz dem Gedanken hingegeben hatte, dass seine Tage gezähltseien. Liess er doch auch seine Grabplatte damals anfertigenund das Jahr 1540 darauf anbringen, während es sonst üblichwar, die Zahlen der Grabinschriften auszusparen, damit sienach dem Tode des Bestellers richtig nachgetragen werdenkonnten: Albreclit glaubte gewiss das Jahr 1540 nicht zuüberleben. Einst hatte er die Stiftskirche zu Halle zu seinerGrabeskirche bestimmt. Jetzt musste er sehen, wie die Re-formation immer mehr überhand nahm, er musste bezweifeln,dass es möglich sein werde, ihr Einhalt zu tlmn und denalten Glauben wieder einzuführen, ja er musste befürchten, dassdie Bürger mit dem Schwert in der Hand für die Glaubens-freiheit eintreten und die Gegner derselben mit Gewalt über-ziehen würden. Kein Wunder, dass er jetzt sein Begräbnis inMainz wählte, das dem Glauben der Väter treu geblieben war.Und wie er einst die Kirche zu Halle, in der seine Gebeine
1) Die Summarische Beschreibung (fol. 60) erzählt davon unter dem■lalire 1540 (Mittwoch nach Lucie), aber da wir im Januar 1541 ebenfallszu Kalbe wieder einen Landtag haben , über den gleichfalls hier berichtetwird (fol. 61), so wird wohl der December 1539 anzunehmen sein, doch hatdie Tagung vielleicht bis in das Jahr 1540 hinein gedauert. — Von Mayund anderen wird jener wichtige Landtag von 1541 fälschlich ins Jahr 1540verlegt.
2) Fr. Dittrich, Regesten und Briefe des Cardinais Gasparo Contarini.
Braunsberg 1881.