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nach dem einen Briefe an Truchsess am 13. Januar 1541 nochnicht, eingeschmolzen war, schenkt Albrecht für den Fall, dasser noch vorhanden sei, nebst dem besten goldenen, edelstein-gezierten Kelche dem Magdeburger Domkapitel 1 2 ). Doch in-zwischen ist auch diese Statue vernichtet worden: am 15. Maierinnert der Cardinal, von Regensburg aus, das Domkapitel andie als bekannt vorausgesetzte Thatsache, dass der Moritz„zerschmelzt“ sei, und verspricht nur den Kelch nach seinerRückkehr vom Reichstage nach Magdeburg zu senden i ). Injener Urkunde vom 9. Februar aber bezeichnet er den „khuriss“ausdrücklich als den „grosten silbern gantzen stehenden Moritz“:kein Zweifel also, dass wir hier von der Vernichtung deskostbarsten Schmuckes der Stiftskirche, der silbernen Moritz-statue vor dem Hochaltar, hören 3 4 ). —
Auch Martin Frantz zu Nürnberg hatte damals Kleinodienvom Cardinal zum Pfände für 6000 fl. inne. Heinrich vonKrosigk, wohl ein Beamter Albreclits L, rät — vielleicht imAufträge seines Herrn — dem Brandenburgisclien Kurfürsten,diese Kleinodien, die besonders kostbar seien, zu kaufen, damitsie beim Hause Brandenburg blieben 5 6 ). Wir wissen nichtsüber das Schicksal dieser Schätze, wohl aber hatte kurz zuvorder Kurfürst Joachim mit Albrecht einen Vertrag abgeschlossen,durch den er eine Anzahl Kleinodien, die sein Oheim versetzthatte, lösen und für sich erwerben wollte. Es waren dies „dieSilber — offenbar Profansilber — und Bilder“, die Wolfenvon Leimbach für 3650 Thaler, welche er zu Anfang desJahres 1539 dem Cardinal dargeliehen 15 ), zum Pfände gegebenwaren, sich aber damals im Besitze des Merseburger Bischofsbefanden, und sodann Kaiser Karls Brustbild und eine goldeneTafel, die wir bereits im Jahre 1538 bei den LeipzigernAdam Müller und Albrecht Offenburger vorfanden, aus derenHänden sie jedoch in den Besitz eines Dr. Martin Lössel und„der Schonberger“ zu Leipzig übergegangen waren und beide
1) Gelegentlich der Aufhebung des Stifts, Beilage 33.
2) Beilage 36.
3) Vermutet hatte dies bereits Schneider, Hohenzollernjalirbuch 186.
4) Er ist erwähnt in dem als Beilage 31 a wiedergegebenen Briefe.
5) Beilage 3 2h.
6) Magdeburger Archiv, Erzst. Mgdb. II 14.
Redlich, Cardinal Albrecht 22