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Cardinal Albrecht von Brandenburg und das Neue Stift zu Halle : 1520 - 1541 ; eine kirchen- und kunstgeschichtliche Studie
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an den Herzog von Liegnitz über, doch ist nicht klar, ob esverkauft oder verpfändet wird 1 ). Auch Wolf von Leimbach(siehe oben), der, wohl nach und nach, 6000 Thaler gegen ver-pfändete Kleinodien dargeliehen hat, will diese, falls er nichtunverzüglich Bezahlung erhält, verkaufen, doch lässt er sichschliesslich noch bewegen, die Summe gegen Anrechnung eineshöheren Münzwertes sowie gegengebührlichen Zins undunter Inuebehaltung des Pfandes noch auf 3 Jahre zu leihen 2 ).Dagegen sollen die bei einem andern Leipziger, Wolf Wiede-mann, versetzten Kleinodien verkauft werden, um vor allemdas einem Doctor Dreuweck verpfändete Geräte, das zumMainzer Silberschatz gehört, damit zu lösen. Die Verzeichnisseder Kleinodien, die bei Wolf Wiedemann wie auch bei Dr. Zobelund Hans Schiler versetzt sind, sowie das Inventar jenesMainzischen Silbers, die Albrecht seinen Räten übersendet, istleider nicht vorhanden, nur erwähnt der Cardinal in einemandern Briefe, dass genannter Wiedemann einen goldenenKelch, ein Kästlein und einenkhuris, d. h. einen Ge-harnischten, halte 3 4 ). Der letztere dürfte identisch sein mitdem in den Briefen eines Ungenannten an den Mainzer Dom-herrn Lorenz Truchsess erwähntengantzen silbern kurissoderkurischer, vermutlich es sey S. Moritzen bildnus, zumalauch neben diesem ein grosser g'oldner Kelch sowie eine An-zahl Kästen erwähnt werden, die sich mit andern Kleinodienum die "Wende der Jahre 1540 und 41 zu Nürnberg befindenund zum Teile bereits eiugesclnnolzen sind 1 ). Die an Wiede-mann verpfändeten Gegenstände sind also nebst anderen nachNürnberg verkauft worden. Noch im nächsten Jahre begehrtAlbrecht von seinem Vetter Johann Albrecht, dem' Magde-burgischen Coadjutor, die Quittung für diese Dinge, die der-selbe, ehe er die Quittung erlangt, auf Vertrauen und Glaubenseinen Gesandten zugestellt hatte 5 ). Den Moritz aber, der

1) Siebe Beilage 31.

2) Albrecht an seine Magdeburgischen Räte, Aschaffenburg, 10. März1540: Erzst. Mgdb. II 71, fol. 96.

3) Beilage 3 1 a.

4) Mitteilungen aus dem german, Nationalmuseum II 127. ÜberTruchseSs s. May II 70. Archiv des hist. Vereins von Unterfranken etc. IX,3, S. 23.Der Katholik 1882 (1.) 627.

5) Beilage 31b.