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Cardinal Albrecht von Brandenburg und das Neue Stift zu Halle : 1520 - 1541 ; eine kirchen- und kunstgeschichtliche Studie
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betrachtung von pessers unsers nutz und frumben wegenwenn aucli nicht gerade Kleinodien, so doch ein kostbaresPontifikalstück, eine bischöfliche Inful,so von unserni aigenguthe erzeugt und nach keinem unserer inhabenden stifftevoreignet und vorordent, dem Anton Fugger und seinesBruders Soline zu Augsburg gegen eine nicht näher angegebeneLeistung ihrerseits'), wie er auch später demselben AntonFugger eine weitere Inful zustellt und zwar allem Anscheinnach verkauft 1 2 ). Sehr häufig aber schliesst Albrecht in den1530er Jahren solche Geschäfte ab. wie wir sie oben von seinenRäten gesehen haben, und gegen Ende des Jahrzehnts werdensie immer zahlreicher. Im Jahre 1532 giebt der Cardinal demHans Ehinger zu Memmingen und dem Nürnberger BonaventuraFurtenbach nebst seinem Bruder für eine dargeliehene Summevon 32 000 rheinischen Gulden ein grosses goldnes Kreuz,mit zahlreichen und kostbaren Edelsteinen verschiedener Art,sowie mit Perlen verziert, zum Pfände, doch mit der Be-stimmung, dass sie im Falle eines Verkaufs des nicht recht-zeitig eingelösten Kleinods die über den genannten Betragerzielte Summe nach Abrechnung des ihnen durch den Ver-zug entstandenen Schadens an den Erzbischof abliefernsollen 3 ).

Es ist wohl dasselbe Kreuz, das sich im November 1534in den Händen der Nürnberger Holtzschuher und Furtenbach,für 23 650 f. versetzt, befindet und über dessen Ankauf derAugsburger Jacob Herbrot mit dem Cardinal unterhandelt. Am1. November finden wir Herbrot selbst in Halle, wo er mitdem Erzbischof einen Vertrag abschliesst, demzufolge er35 000 fl. für das Kleinod zahlen und ausserdem auf die Summevon 6041 fl., die ihm der Cardinal schuldet, verzichten will,sodass also der Wert des Kreuzes mit 41 041 fl. bezahlt ivird.Albrecht soll jedoch suchen, die Ablösung des Kleinods, dasbis zur nächsten Herbstmesse versetzt ist, bereits für die

1)Darumben mul darfur unss unsern willen gemacht, darann wirganntz benuegig und wolzufriden sein. Ascliaffenhurg, 10. September1531. Mgdb. A., Erzst. M. III. Nachtrag ! Nr. 28, fol. 2.

2)Antoni Fugger an Albrecht, Augsburg, 4. August 1539. Ilgdb. A.,Erzst. M. IT 12, fol. 27.

3) Beilage 28 a.