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Cardinal Albrecht von Brandenburg und das Neue Stift zu Halle : 1520 - 1541 ; eine kirchen- und kunstgeschichtliche Studie
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Bischof gesandt habe, so trifft das nicht zu , im Folgendenwerden keine angeführt.

Durch einen Brief Albrechts vom 23. August 1518 erfah-ren wir weiter von der ■ „Verehrung eines Kleinods“, dasEberhard Graf zu Königstein, ein Rat des Erzbischofs, die-sem „zu Zier der (Schloss-) Kapelle gen Halle habe liefernlassen“, wofür ihm Albreclit seinen Dank ausspricht 1 ). Es istoffenbar das Reliquiar, das im Liber Ostensionis als „einPerlenmutter in Silber gefasst und vergoldet, mit Königsteini-scliem Wappen“ (einem gevierten Wappen mit Herzschild, wel-cher, gespalten, rechts einen aufrechten schwarzen Löwen ingold, links 2 goldene Löwen- über einander in rot aufweist,während das 1. und 4. Feld des Wappens 3 rote Sparren inSilber zeigt, das 2. und 3. von gold und rot geteilt ist 2 ) auf-geführt wird und Reliquien von der heiligen Elisabeth ent-hält (IX, 12). Dagegen wissen wir nicht, ob „der alte Secre-tarius zu Magdeburg“, Caspar Steinberg, wirklich, wie Albreclitvermutet, ihm durch sein Testament „ein Kleinod legiert“habe 3 4 ), und eben so wenig, ob des Cardinais Bemühen, zweizu Speyer befindliche „Bilder“, wahrscheinlich Silberstatuen,zu erlangen, von denen das eine den Erzengel Michael dar-stellte, von Erfolg gekrönt war 1 ). Unzweifelhaft jedoch wirdder mit Albreclit so eng befreundete Herzog Heinrich vonBraunschweig'sein Versprechen erfüllt haben, wonach er demCardinal einen ganzen Körper von einer der 11,000 Jungfrauenaus der Gesellschaft der heiligen Ursula verehren wollte,

1) Magdeburger Gesehicktsblätter IV 153.

2) Abgebildet in Siebmaehers Wappeubuch, 2. Aufl., Band VI, 7, Tafel 5,Abb. 10.

3) Ebenda X 299 (8. Juli 1517).

4) Schreiben Georgs, Bischofs zu Speyer, au Herzog Friedrich von derPfalz, undatiert, das einem Briefe Friedrichs an Albreclit vom 12. April 1522beigelegt ist (Mgdb. A., Erzst. Mgdb. II, 11): — — Item auff den artickeldie zwey pild betreffend, geben wir euer lieb zu erkhenuen: dieweyldieselben pild und sonnderlich sandt Michael, wie euer lieb wissen, so langeiar durch fremder nation heyrat bey der Pfaltz gewesen, so ist der Pfaltzbeschwerlich, die gar von der Pfaltz khomen zu lassen. Begern daraufan euer lieb, die wollen bey offtgeraelten unsenn herrn unnd vettern[Cardinal Albreclit] so viel handeln lassen, domit sein lieb nochvolgendermittel eins annem. Es werden verschiedne Vorschläge gemacht, zumwenigsten soll von Albreclit . verlangt werden, dass er sich verpflichte,nach seinem Tode die Bilder an die Pfalz zurückkornmen zu lassen.