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Wie Friedrich von Sachsen, so schenkte auch der Bran-denburgische Kurfürst das silberne Bild seines Namensheiligen:eine Büste („Brustbild“) des heiligen Joachim. Im LiberOstensionis fehlt es, im Heiligtumsbuche aber (Gang IV, 1.)finden wir am Fasse ein geviertetes Wappen, dessen 1. Feldder Brandenburgische Adler, das 2. der Löwe der Burggrafenvon Nürnberg , das 3. der Hohenzollernschild und das 4. einGreif (wohl der Pommersche) einnimmt, während der Herz-schild den Scepter der Brandenburgischen Kurwürde auf-weist.
In ganz ähnlicher Weise hatte der Merseburger BischofThilo von Trotha (1466—1514) seinem Metropolitanbischof diesilberne Statuette des Heiligen seines Domstifts, des h. Lau-rentius, gespendet, wie sein am Postamt angebrachtes Wappen— ein quadrierter Schild mit goldenem Grunde, im 1. und4. Feld der Babe derer von Trotha, im 2. und 3. das schwarzeKreuz (in Gold) des Bistums — darthut (L. 0. VI, 35). Dadie Ornamentation am Sockel bereits mehr der Benaissanceals der Gotik angehört, können wir in der Statuette vielleichtnoch ein Geschenk des greisen Bischofs an Albrecht er-blicken.
Sodann beschenkte der Trierer Erzbischof Bichard vonGreifenklau') seinen Magdeburger Collegen mit einer Anzahlfür das Stift bestimmter Beliquien und wohl auch mit demversilberten Sarge, in dem sie in unserer Stiftskirche aufbe-wahrt wurden (L. 0. I, 6.). Die Beliquien hatten dereinst imJahre 1148 Papst Eugen III. mit eigner Hand in den Hoch-altar des Matthiasklosters vor Trier gelegt. Ganz dasselbeerzählt der Liber Ostensionis auch von den Beliquien, die ineinem silbernen vergoldeten Sarge mit ausgetriebenen Bildernenthalten waren, nur dass der Name des Erzbischofs nichtausdrücklich genannt ist. Wenn aber hier — wie im erstenFalle mit Becht — gesagt wird , dass die Andächtigen nochvon andern trefflichen Beliquien hören werden, die jener
„die vier silbern pild“ „gemacht“ — offenbar: verpackt — gewesen sind,„die M. g. herr [n] von Maidburg worden sein“.
1) In Terey’s Texte hierzu, S. 39, Zeile 3, ist statt Ertzbischoff Lenliartzew Trier zu lesen: Ertzbischoff Reichart zcw Trier, und 2 Zeilen späterstatt guete: gnete = gnedigsten.