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Cardinal Albrecht von Brandenburg und das Neue Stift zu Halle : 1520 - 1541 ; eine kirchen- und kunstgeschichtliche Studie
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S. Fridericlis Bild“, die silberne Statue eines Bischofs, der inder Linken den Bischofsstab, in der Beeilten Schwert undPalmzweig, die Zeichen seines Martyriums 1 1 , trägt, währendwir am Sockel zwei Wappenschilder, den einen geteilt vonschwarz und weiss, belegt mit den beiden roten gekreuztenSchwertern des Erzmarschallamtes, den andern mit der sächsi-schen Bautenkrone, erblicken (L. 0. VI, 31). Kurfürst Friedrichder Weise war der Spender, sein Gold SchmiedCrista uns Düring in Wittenberg der Verfertigerdieses Werkes. Aus der Bechnung des Goldschmiedes überdieses, „sankt Friedrichs Bild, welches sein gnädiger Herrdem Erzbischof von Mainz und Magdeburg hat machen lassen“,erfahren wir) dass die teilweise vergoldete Statue Ende Mai1519 vollendet war und 195 fl. kostete, während das Gewichtdes dazu verwandten Silbers über 15 Mark betrug 2 3 4 * ).

Die gleichen Wappen, Kurschwerter und Bautenkranz,bezeichnen ebenfalls einen sächsischen Kurfürsten, offenbarwiederum Friedrich den Weisen, auch als den Spender dessilbernen Bildes des Jacobus minor (L. 0. V, 14.). Dochauch schon Albrechts Vorgänger ist von ihm, dem Bruder, mitkirchlichen Geräten und Beliquiaren beschenkt worden: lauteiner Kammerrechnung von 1491/92 verfertigte ihm „JorigGoldsclimid von Czwigkau eine Monstranz, die er dem Magde-burger Erzbischof wenigstens hat schenken wollen 8 ), wogegenes bei 4 silbernen Bildern , die ca. 1491 in den Besitz desErzbischofs gelangen, unklar bleibt, wer der Besteller ge-wesen ist 1 ).

1) Friedrich, Bischof von Utrecht, ermordet 838 wahrscheinlich aufAnstiften Judiths, der 2. Gemahlin Ludwigs des Frommen, der er ihrenunsittlichen Lebenswandel des öfteren vorgehalten hatte. Stadler, Heiligen-Lexicon s. v. Fredericus (II 311).

2) Beilage 24a. Das Begleitschreiben des 0. Düring ist vonLeipzig aus datiert, doch wird er in der Überschrift dieser Rechnung wieeiner anderen, zu Torgau am 28. Oktober 1522 gegebenen, sowie in demunter Beilage 24 b abgedruckten Briefe und auch sonst stets „Goldschmiedzu Wittenberg“ genannt. — In den Rechnungen der kursächsischen Kammerweist ihn Gurlitt in den Jahren 1511—17 nach (Die Kunst unter KurfürstFriedrich d. Weisen S. 84).

3) Gnrlitt S. 66.

4) Ebenda S. 73: nach einer Rechnung von 1491 zahlt die kursächsische

Kammer 15 Groschen für eine Lade mit Wolle und Tüchern, in welche