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Währung genommen und dann in Albrechts Besitz gekommenwar, auf den die Mönche aber trotz der Bemühungen des Erz-bischofs seit dem Jahre 1525 l ) erst 1531 endgültig verzichte-ten 2 ). Bereits früher, am 3. Juli 1523, also kurz vor derofficiellen Einweihung der Stiftskirche, hatte das Kloster Hil-lersleben das Haupt der heiligen Jungfrau Barbara, in vergol-detem Silber gefasst, (L. O.YIII 21.) und ein silberbeschlage-nes Kästlein mit Heiligtum geschenkt 3 ). Vom Domkapitel zuMagdeburg begehrt der Erzbischof als Gegenleistung für einsilbernes Rauchfass, das er geschenkt, eine silberne Tafel,ganz dünne über ein Holz geschlagen, darin eine Reliquievom Vorhang des Salomonischen Tempels sein solle 4 5 ), währendspäter (1531) dasselbe Domkapitel dem Cardinal „und seinerStiftskirche“ „das Wunderblut samt der silbernen, vergoldetenMonstranz, darinnen es enthalten, mit seinen zwei Schellenoder Glöcklein und zwei silbernen vergoldeten Leuch-
tern , dazu gehörig,“ schenkt 6 ). Aus der Mainzer Diöcesemusste unter andern das Jungfrauenkloster S. Rupertsberghei Bingen durch Ueberlassuug des linken Eusses des heiligen
1) Cf. unten Note 4.
2) Urkunde vom 21. Oktober 1531: Ilrkundenbucli des Klosters Berge(Mgdb. Gesch.-Quell. IX) Nr. 1007. Dreyhaupt I 924 Nr. 285. Im Magde-burger Archiv (Erzst. Mgdb. Nachtr. I Nr. 283) stellt auf der Rückseitedes Blattes mit der Urkunde der gleichzeitige Kanzleivermerk: tumbasanctj Felicis.
3) Urkunde bei Dreyhaupt I 905, hiernach Terey 64.
4) Albrecht . an Conrad Hoffeinann, lieentiaten und tliumhernn zcnNaumbergk und Czeitz etc., dat. zcu Calbe montags nach Laurencij annoetc. XXV, also 14. August 1525: — Nochdem wir den .... eru eldistenund capitell unnsser kirchen zcw Magdeburgk uff yr ansuchen unnd biteyn silbern rauchfas, eilff niarck wigende, zugestelt, dorauff syeuns zusage getlian, uns anstadt desselbtigen eyn ander cleynot gleycherwirderung volgen zu lassenn. Nun haben sye under andern eyn silbernetafel, dye hievor zu Halle gewest, gantz dünne ubir ein holtz ge-schlagen, dor inne das veluin templi Salomonis seyn sali, welcheungeverlich sich mit angetzeygteni rauchfass sich [!] vorgleichen mochte.Alss ist unser begir, wollit mit gedachten capittels hem dorauff handeln,donnit sie uns solche tafel zu ergetzung [!] des rauchfas mit den reliquien, sso
dor innen vorwart, volgenn Hessen.Wir begeren auch
von euch, wollit mit dem abte zu Berga handelnn, euch den sargkmit den reliquien zutzustellen, und uns denselbtigen neben obbemeltertaffel forderlich mit anher bringen. — Mgdb. A., Erzst. II 66, fol. 9.
5) Dreyhaupt I 924 (18. Sept. 1531).