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Monogramm auf den Nürnberger Goldschmied Lukas — waszu berichtigen ist in Ludwig — Krug bezogen und nimmt, wiedann auch Terey, an, dass das Kunstwerk, welches die Abbildungwiedergiebt, von diesem Goldschmiede lierriihre. Der um dieGeschichte des Kunsthandwerks und speciell der Kunst derGoldschmiede verdiente Marc Rosenberg geht in einem kurzenAufsatz über „Heiligthumbücher und Goldschmiedekunst“ ! ) einenSchritt weiter. Da zur Zeit Krugs, der 1523 Meister gewordenund 1530 gestorben sei, die obligatorische Meisterstempelungin Nürnberg noch nicht eingeführt gewesen sei, man damalsvielmehr nur mit dem Stadtzeichen gestempelt habe, und daferner, selbst wenn sich an dem Goldschmiedewerke jeneMeisterbezeichnung gefunden, der Maler sich nicht die Mühegegeben haben würde, eine fremde Urhebermarke so sorgfältigwiederzugeben, so seien die Initialen vielmehr „in erster Linie“auf den Zeichner zu beziehen, Avie auch im Halleschen Heilig-tumsbuche niemand das Zeichen W T auf einen Goldschmieddeute. Wenn aber Ludwig Krug der Zeichner jener Miniatursei, so sei er auch als der Verfertiger des Reliquiars selbstauzusehen: „die graphische Wiedergabe der von ihm selbstgefertigten Goldschmiedearbeit mag der verführerische, doppelteAnlass geAvesen sein, seine Meisterbezeichnung hinzuzufügen.“
Ludwig Krug war in der tliat nicht lediglich Goldschmied.Neudörfer 2 3 4 ) rühmt seinen trefflichen „Verstand der Silber- undGoldarbeit, im Reissen, Stechen, Graben, Schmelzen, Treiben,Malen, Schneiden, Conterfetten,“ und sein Portrait, das dieJahreszahl 1523 trägt, hat die Umschrift: Ludwig Kruegaurifaber, pictor et sculptor Norimbergae clarissimus i ). SchonRettberg (1854) l ) erwähnt 2 Stiche von ihm, die Anbetungder Hirten und die der Könige darstellend, die aus demJahre 1516 stammen sollen, die aber das übliche Zeichen desMeisters — Rettberg bildet es ab —, einen einfachen Krugmit einem Henkel, tragen. Bartsch führt in seinem Peintre-
1) Zeitschr. für christliche Kunst IV 1891 Sp. 371. Die ZeichnungIlefners ist liier wiederholt.
2) Quellenschriften zur Kunstgeschichte X 124.
3) Notiz Loelmers, ebenda. (L. vermutet allerdings, dass das Portraitaus späterer Zeit stamme.)
4) Nürnbergs Kunstleben S. 80.