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Cardinal Albrecht von Brandenburg und das Neue Stift zu Halle : 1520 - 1541 ; eine kirchen- und kunstgeschichtliche Studie
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Fällen, wo der Text mehrere Seiten in ansprnch nimmt, wirdhiervon abgewichen. Doch kann man nicht aus diesem Umstandeauf eingleichzeitiges und gemeinschaftliches Arbeiten desSchreibers und des Uluminierers schliessen J vielmehr gehtdaraus hervor, dass zunächst der Schreiber in Thätigkeit tratund nur immer vor jeder Nummer seines Verzeichnisses eineSeite für die Abbildung frei Hess, wohl aber setzt dieThatsache, dass zweimal je 2 Abbildungen auf 1 Seite Platzgefunden haben und der Text ihnen gegenüber ebenfalls nur1 Seite einnimmt, sowie dass einmal 4, offenbar gleiche, Kreuzenur durch 1 Abbildung vertreten sind 1 2 3 ), ein gewisses Ein-verständnis zwischen dem Schreiber und dem Illustrator voraus.Nach den einzelnen Abteilungen (Gängen) ist eine Anzahl vonBlättern frei gelassen, damit neue Erwerbungen in gleicherWeise aufgezeichnet werden konnten, was jedoch nicht ge-schehen ist. Die Blätter sind von der Hand des Buchbindersziemlich stark beschnitten, sodass von einigen Abbildungensogar oben oder unten Teile in Wegfall gekommen sind. Manhat daraus geschlossen, dass in späterer Zeit und zwarnach dem Charakter der Zahlzeichen, mit denen die Blätternumeriert sind, zu Ende des 17. Jahrhunderts einUmbindenund Beschneiden des Codex stattgefunden habe, zumal auchder Bezug der Buchdeckel mit schwarzem Sammet wohl mitdem Geschmacke jener Zeit, nicht aber mit dem des 16. Jahr-hunderts übereinstimme, wogegen die köstlichen Beschlägedem ursprünglichen Einbande entnommen seien :, j. Doch es isteben so wohl denkbar, dass bereits der Buchbinder der zuAlbrechts Zeit das Einbinden dieses Codex besorgte, diesemmit seinem Messer etwas zu tief ins Fleisch schnitt, sodassdie Miniaturen beschädigt wurden. Denn dass das Beschreibenund Bemalen vor dem Einbinden stattzufinden pflegte, liegtauf der Hand, wird uns aber wenn auch nicht bei diesemCodex, so doch bei dem Glockendonschen Missale ausdrücklichbestätigt, indem der Illuminator angiebt, er könne nicht einenTeil seiner Arbeit schicken, da er sich mit den späterenIllustrationen vielfach nach den früheren richten müsse (s. oben

1) v. Terey S. 19.

2) v. Terey S. 17 u. 19.

3) Hohenzollernjahrbuch I 177.