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warnt das Volk vor letzteren, worauf unter Anpreis derSegnungen der Heiligen- und Reliquienverehrung speciell aufden Halleschen Schatz eingegangen wird, den die Menge mitandächtigem Herzen und christlichem Gemüt vorweisen sehenund ausrufen hören soll und dabei Gott Loh und Dank sagenund seine Heiligen um ihre Fürbitte angehen, um durch dieseGott angenehm zu werden und endlich die ewige Seligkeit zuerlangen.
Alsdann wird dargelegt, in welcher Weise die Reliquien inverschiedne Gruppen geteilt seien und wieviel Ablass dieReuigen gewinnen können. Damit aber das Volk geschicktwerde, solchen Ablass zu verdienen, so soll es niederknieen,sich mit dem Zeichen des heiligen Kreuzes zeichnen und demPriester „die gemeine Schuld“ nachsprechen: Ich armer sündigerMensch u. s. w. Nachdem sich die Menge „fröhlich“ wiedererhoben, ergeht an sie die Mahnung, während des Zeigensstille zu stehen und sich nicht zu drängen, sich auch nichtdurch Feuerlärm oder dergleichen schrecken zu lassen, sondernzu warten, bis man ihr „abzugehen erlaube“. Würde aberjemand Aufruhr oder Geschrei machen, „ist ernstlich befohlen,denselbigeun schwerlich unnd an alle gnade zcw straffenn“ 1 ).
Hiernach nimmt die „Zeigung und Weisung des aller-hochwirdigsten Heiligtums“ ihren Anfang, zuweilen unterbrochendurch den Gesang der für jede Abteilung besonders vorge-schriebenen Responsorien oder durch die Musik der Stadt-pfeifer. Nach beendeter Zeigung lässt der Priester, dem dieseHandlung zukommt, das Volk beten für die gesamte Kirche,für das Reich, für die Magdeburger Diöcese und für die Stifts-kirche, für die Stadt, wie für die Feldfrüchte. Dann werdendie Ablässe verkündet, worauf der Gesang des Responsoriums:„Gehet hin in alle Welt — “ und festliches Geläut mit allenGlocken die Feier beschliesst.
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Die illustrierten Heiligtumsverzeiclmisse.
Ehe wir auf die Besprechung der Reliquien und ihrerkostbaren Behältnisse eingehen, müssen wir einiges über dieHauptquellen mitteilen, aus denen wir Kunde von ihnen schöpfen.
1) v. Terey S. ü7.