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einem grossen grünen Teppich für Alltags führt das Inventarvon 1525 einen gleichfalls grünen Teppich auf, den man zuden hohen Festen benutzt, und einen roten, mit bildlichenDarstellungen versehen, welcher zu den Festen, an denen derDechant zu celebrieren hat, aufgelegt wird, während eindritter die Legende des h. Alexius darstellt und ein weitererdie Stufen des Altars bedeckt. Den grünen und den „mitBilden gewirkten“ Teppich schenkt der Cardinal bei der Auf-lösung des Stifts den Domkapiteln zu Magdeburg und Halber-stadt *). Dazu besorgte in späteren Jahren Hans Schenitzzugleich mit einer Anzahl türkischer Tischdecken einen grossenschönen türkischen Teppich, der nunmehr an den hohen Festenvor den hohen Altar gelegt wurde. Diesen liess sich derCardinal im Jahre 1540 nach Mainz schicken, wo wir ihmauch in einem Verzeichnisse von 1545 begegnen 1 2 3 ). Über demhohen Altar aber war ein grosser Himmel ausgespannt. Ihnübergab der Cardinal später dem Rate zu Halle, der ihn inder Marktkirche, ebenfalls über dem Altäre, aufstellen sollte 8 ).
Zudem werden eine Menge Tücher und Decken in denVerzeichnissen aufgeführt, zum teil aus schweren kostbarenStoffen, unter denen goldner, d. h. mit Goldfäden durchwirkter,schwarzer Sammet besonders bevorzugt wird. Aus diesemoder aus andern Stoffen sind Tücher vorhanden, mit denen,wenigstens zu gewissen Zeiten, Albrechts Grab oder auch die„Bahre“, die Tumba in der Mitte der Kirche verdeckt wird(u. a. ein schwarzsammetenes Tuch mit dem Bilde des Eras-mus) , solche, die über die Patene und sonst zum Sakramentoder auch zum Anfassen des Heiligtums, der Reliquienbeliälter,wenn diese an den Festen in der Kirche aufgestellt werden,zu gebrauchen sind. In der Fastenzeit werden die Gemäldeund andre Schmuckgegenstände, sowie die auf den Altärenstehenden Reliquienbehälter mit besonderen Tüchern verhängt.Andre Tücher dienen mannichfachem Gebrauch. Namentlichsind für die Stühle der Ministranten und das übrige Chor-gestühl Banktücher, Polsterkissen, Rlickenlaken und Fuss-teppiche, sowie Decken auf die Pulte des Regens chori und
1) Beilage 40, S. 201*.
2) Beilage 40, S. 191*, und Beilage 41, S. 209 *f.
3) Beilage 40, S. 202*.