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Trotz der Keichhaltigkeit des bereits geschildertenSchmuckes würde unsre bisherige Darstellung doch nur einunzulängliches Bild von der in unsrer Kirche entfalteten Prachtahnen lassen, wenn wir nicht noch von dem köstlichen Schatzean Teppichen, Antependien, Decken, Ornaten, Traghimmeln undwas dergleichen Dinge mehr sind, sprechen wollten.
Schon die Antependien, die. an der Vorderseite der Altäreherabhingen, sowie die Teppiche, die am Fussboden vor denAltären lagen, zeichneten sich ebenso durch ihre Quantitätwie durch die Qualität aus. Nicht weniger als 135 Antependienführt das Inventar von 1525 auf! 1 ). Für die 17 kleinerenAltäre des Schiffs wie für den Marienaltar im kleinen Chorwar ein fünffacher Wechsel dieses Stückes ihrer Bekleidungmöglich, wozu noch die schmucklosen Antependien für dieFastenzeit kommen, die nur den Zweck des Verhiillens haben 2 ).Dann gab es . besondere für den Altar des hohen Chors wiedes eben erwähnten Chores beatae virginis Mariae, die anKostbarkeit die des Schiffes übertrafen. Eins wird besondershervorgehoben, das „mit schönen gestickten Patronen“ geziertwar, wahrscheinlich dasselbe, das Albrecht im Jahre 1540nach Mainz zu schicken befiehlt und als das von Unzengoldgestickte Antependium mit den Patronen bezeichnet 3 ). Auchsonst wird es an kostbaren Altarbekleidungen nicht gefehlthaben, wie denn z. B. Albrecht eine solche, mit Edelsteinengeschmückt und mit Perlenleisten versehen, 1531 nach Halleschickt 4 ), und namentlich werden kostbare, perlengestickteAltarleisten auch sonst noch oft in den Verzeichnissen aufge-führt. Auch die feinen weissen Leinentiicher (pallae), die nachden liturgischen Vorschriften die Altäre bedecken sollen, werdengelegentlich erwähnt 5 6 ).
Unter den Teppichen, die vor den Altären lagen ,; ), werdenbesonders die vor dem hohen Altar hervorgehoben. Ausser
1) Beilage 17, S. 45*— 47*.
2) Siehe oben S. 177 und 175.
3) Beilage 40, S. 191*.
4) Beilage 25, S. 109*.
5) So z. B. Beilage 37, S. 167*. Mitteilungen aus dem german. National-lnuseum II 148. — Cf. Book, Gesell, der liturgischen Gewänder III 2 ff.
6) 17 gemeyne tebicht gut und böse vor dye altaria. S. o. S. 177.