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Heiligenschar besass, sehr wohl möglich ist, doch könnte maneben so gut an die 10000 Kitter denken, von denen wir auchEeliquieu in einem Sarge, „darinnen gestochen die Historiader 10 000 Eitter“, im Heiligtumsschatze antreffen 1 ). — Fernersieht der Beschauer, „wie der Jungfrau Sohn, der Herrscherdes Himmels (rector Olympi) uns die ehrwürdigen Gebote deshöchsten Vaters gelehrt“: eine Berg- oder Schiffspredigt. Zu-gleich liefern die beiden Gemälde den Beweis, dass auch nach1525 der Bilderschmuck der Kirche noch vermehrt wurde, dennbeide Darstellungen fehlen in dem Inventarverzeichnisse diesesJahres. Dagegen ist uns ein Bild davon, wie Christus sichselbst dem Tode hingab, um dadurch das Geschlecht derSterblichen zu erlösen, bekannt: die Tafel des Kreuzaltars.Auch ein Gemälde, das darstellt, „wie Christus am jüngstenTage kommen wird, um die Verdammten in den finstern Tar-tarus zu stossen“, führt unser Verzeichnis auf: neben demAltar Petri hängt an der Mauer „eine hübsche gemalilte taffelmitt dem jüngsten gerichte“. Im Testament des Cardinais istein ebensolches Gemälde ausdrücklich erwähnt: „das jungstgericlit mit vielen seltzamen peynen“: also auch hier hebtAlbrecht wie dort Sabinus die Schilderung der Verdammtenbesonders hervor. Man schrieb früher ein „Jüngstes Gericht“des Germanischen Museums zu Nürnberg (Nr. 253) Grünewaldzu 2 ), doch haben sich Janitschek und die neueren Forscher 3 )meist dagegen ausgesprochen. Damit würde auch das Gemäldeaufhören für uns in betracht zu kommen. Dagegen ist inBasel eine Federzeichnung Grünewalds zu einem jüngstenGericht, welche den Entwurf zu dem Gemälde der Stiftskirchevorstellen könnte 4 ).
1) Gang VI, zcum 21 ten ) Terey S. 48.
2) So noch y. Seidlitz im Repertorium VI, 71; auch der Katalog führtes unter Grünewald auf, allerdings mit dem Bemerken, die Bestimmung seinicht gesichert.
3) So Wilh. Schmidt in der Zs. f. bildende Kunst III (1892) S. 117Rieifel in der Zs. f. christliche Kunst 1897, S. 170.
4) Janitschek 394. — Ich habe diese Zeichnung bei einem kurzen Be-suche Basels nicht sehen können, da der Direktor des Museums geradeverreist war. So lange ich nicht durch diese Zeichnung eines andernbelehrt werde, möchte ich jedoch das Nürnberger Bild für einen Grünewaldhalten.