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Cardinal Albrecht von Brandenburg und das Neue Stift zu Halle : 1520 - 1541 ; eine kirchen- und kunstgeschichtliche Studie
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Künstler war mehrfach für Albrecht thätig: Hans Baldung-G-rien. So findet sich in Aschaffenhnrg eine Gehurt Christimit dem Monogramm des Künstlers und der Jahreszahl 1520sowie eine Kreuzigung, die v. Terey in das Jahr 1516 verlegtund die das Wappen Albreclits ohne Cardinaisabzeichen trägt,vermutlich daher vor 1518 entstanden ist (Nr. 264 und 290) *),und in der städtischen Galerie zu Mainz (Nr. 414) eine An-betung der heiligen drei Könige 2 ). Ob aber dieses letztereBild dasschon teffeleyn mitt den heyligen dreyen konigenin der Stiftskirche ist, oder ob etwa das ältere Bild derAscliaffenburger Galerie (Nr. 279) damit identisch ist, istschwer zu sagen. Eben so fraglich ist es, ob das Kreuzigungs-bild vom Kreuzaltar unsrer Kirche stammt, auf demeyneschone gemahlte taffel mitt 4 flugein, in der mitte eyn crucifixmitt eym grossen gedrenge stand. Baidungs Gemälde zeigtuns den mit weissem flatterndem Lendentuch bekleidetenChristus zwischen den Schächern an einem T-förmigen Kreuze,das etwas nach links (vom Beschauer) gewendet ist, wie auchalle Freunde und Angehörigen Christi sich links vom Kreuzes-stamme befinden. Den Fuss des Kreuzes hält Maria Magda-lena umschlungen, neben ihr kauert die Mutter des Heilandsin stummer Trauer, hinter dieser eine andre Frau, währendder Lieblingsjünger, stehend, den Blick zu seinem Meisterempor richtet. Die Schächer, nur das Schamsäckchen tragend,sind mit Stricken angebunden und befinden sich in eigentüm-lich verrenkten Stellungen, wie wir sie bei Baidung auchsonst (z. B. auf der Kreuzigung in Basel) finden. Auf dieganze Breite des Bildes verteilt sehen wir eingrosses Ge-dränge wie es im Text des Inventariums hiess vonKriegsvolk zu Pferd und zu Fuss. Die Dimensionen desBaldungschen Bildes scheinen zwar etwas gering für den anhervorragender Stelle befindlichen Kreuzaltar, doch wird einer-seits in unserm Verzeichnisse die Grösse der Tafel nicht

1) v. Terey, Verzeichnis der Gemälde des Hans Baidung gen. Grien:Studien zur deutschen Kunstgesch. I. Bd., 1. Heft, Strassburg 1894, S. 10,woselbst auch kleine Abbildungen von beiden Gemälden. Abbildung derKreuzigung jetzt in der von Terey besorgten Ausgabe der GemäldeBaidungs. Der Herzscliild des Wappens zeigt an 1. Stelle das. MainzerBad.

2) Terey Verzeichnis S. 32.