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Eyne schone gemalilte taffell mitt der aufferstehungeChristj, gantz wercklicli gemachtt.
Ein grosses Gemälde mit dieser Darstellung finden wir heutein der Stiftskirche zu Aschaffenburg von der Hand des LukasCr an ach. Nach Art der mittelalterlichen Gemälde sind hierzwei zeitlich aufeinanderfolgende Vorgänge in einem Gemäldevereinigt: neben der Auferstehung führt uns das Bild nochdie fhätigkeit Christi während der drei Tage nach seinemTode vor Augen : es zeigt noch Christum in der Vorhölle. Dortsehen wir Christum in strahlendem Lichtschimmer, von ge-flügelten Engelsköpfen umgeben, über dem von den Kriegs-knechten bewachten Grabe schweben, links unten dagegenbefreit er das erste Menschenpaar und die übrigen Frommendes Alten Testaments von den höllischen Qualen, die ihnender als phantastisches Tier gebildete Teufel verursacht hat. —Janitscliek (S. 493) rühmt die weiche Modellierung und warmeFärbung dieses Gemäldes, das er in den Anfang der 1520erJahre setzt.
Ein andres Bild von Cranach wird in der Schlossgaleriezu Aschaffenburg aufbewahrt: es ist die Darstellung der Ehe-brecherin vor Christus (Nr. 277). Die Übereinstimmung derGesichtszüge der Sünderin mit der h. Magdalena des mut-masslichen Meister Simon ist bereits erwähnt 1 ). Auch diesGemälde wird aus Halle stammen, denn dort hing an einemPfeiler:
Eyn gantz künstliche gemalilte taffel mit der historiaauss dem ewangelio : dye beschuldigunge der ehebrecherin.Am bekanntesten ist Cranachs Thätigkeit für Albrechtdurch die verschiedenen Portraitdarstellungen des Erzbischofs,in ftenen dieser meist als h. Hieronymus in Cardinaistracht er-scheint : so auf dem grösseren prächtigen Gemälde der Darm-städter Galerie (Nr. 244) von 1525, das ihn ebenso wie dasBraunschweigische von 1526 in seiner Stube darstellt, wogegener auf dem Berliner von 1527 (Kgl. Museen in Berlin, be-schreibendes Verzeichnis der Gemälde 1891, Nr. 589) in reicherLandschaft, von Tieren umgeben , schreibend erscheint, wozunoch ein undatiertes Gemälde derselben Galerie kommt, das
1) Die l'igur der Sünderin allein ist als Kostiimstudie bei Hefner-Alteneck 2. Anft. VII Tafel 496 abgebildet,