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damit sie dort den Hochaltar schmücke 1 ), so sind auch dieGemälde Meister Simons, die in demselben Raum untergebrachtwaren, gewiss gleichzeitig von Halle weggeführt und nachAschaffenburg gebracht worden. Vermutlich waren sie in demgleichfalls im Testament genannten „Buche mit D bezeichnet“mit erwähnt, das die Tafeln, Kleinodien, Reliquien, Ornateund Tapezereien enthielt, die der Cardinal der Schlosskapellezu Aschaffenburg vermachte 2 ). Aus dieser hat sie dann einspäterer Erzbischof in die Galerie verbannt. —
Im Frühjahr 1532 finden wir den Meister Simon alsdannmit einer „Arbeit“ in Albreclits „Hause“ beschäftigt. Wirkennen das alte und das neue Haus, die Propstei an derStelle der heutigen Pfarrwohnungen und die Residenz. Letzterewar damals nur erst zu bauen begonnen worden, der Malerhatte da noch nichts zu thun. Es handelt sich daher um dasalte Haus an der Stiftskirche, ob aber Simon daselbst Freskenmalte oder Tafelgemälde, die in den Zimmern aufgehängtwerden sollten, oder ob er lediglich eine handwerksmässigeArbeit verrichtete, ist uns nicht bekannt.
Gleichzeitig aber erfahren wir, dass ihm der Cardinalaufgetragen hat, Visierungen zu den Gemächern im Schlossanzufertigen. Es sind damit Entwürfe, Zeichnungen zu demGetäfel gemeint, das die Zimmer der Moritzburg schmückensollte und dann durch den Tischler angefertigt wurde. Diesgeht deutlich aus einer späteren Nachricht (Notiz 3) hervor,wonach ein „kleines Stüblein unter dem Dache auf St. Moritz-burg“ — jedenfalls auch im Ostturme —, zu dem Simongleichfalls „eine Visierung gerissen“, d. h. gezeichnet, hatte,„zu machen verdingt“ worden ist, gleichwie man ein Zimmerin der „Residenz“ dem Tischlermeister Hans verdingt hat.
Eigentümlicher Art ist die Erzählung von den ausgefallenenund ausgebrochenen Wappen an den beiden Waschbecken. AufGrund welcher Vollmacht Meister Simon anordnete, dass MeisterHeinrich der Goldschmied die alten Wappen durch neue er-setzen sollte, ob ihm etwa die Instandhaltung der KunstschätzeAlbreclits oblag oder ob er lediglich auf einen speciellenBefehl des Cardinais hin, etwa gelegentlich einer Reise von
1) Beilage 37, S. 171*.
2) Ebenda S. 174*.