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den westlichen Teil des nördlichen Seitenschiffs verlassen. Mankönnte zwar meinen, jene breite, jetzt vermauerte Thüröffnungan der Nordwand des westlichen Joches habe in jene Kapellegeführt, während der Magdalenenaltar sich neben dem Portalemit einer Seite an das Mauerwerk angelehnt oder auch amnächsten Pfeiler gestanden habe. Doch erfahren wir, dassdiesen Altar gerade ein hervorragendes Gemälde zierte *): hieraber hätte es die denkbar schlechteste Beleuchtung gehabt, daweder im Westen noch in der Nordwand dieses Joches einFenster war. Dazu erscheint dieser Altar in mehrfacher Be-ziehung zum Moritzaltar. Auffallend ist schon, dass nebendem Kreuzaltar im Schiff der Kirche nur noch diese beidenAltäre durch drei davor aufgehängte Lampen ausgezeichnetsind, während sonst nur neben jedem Altar „ein Kerzenstabmit einem Engel“ steht 1 2 3 ), wozu noch — nebenbei bemerkt —auf allen Altären zwei Messingleuchter aufgestellt sind. Albrechtaber hebt, als er gelegentlich der Auflösung des Stifts Ver-fügungen über dessen Kostbarkeiten trifft, die Gemälde dieserbeiden Altäre ganz besonders hervor 8 ) und bezeichnet dieAltäre selbst als „beyde altaria in den abseyttenn“, d. i. denSeitenschiffen, und da in diesen noch mehr Altäre standen, sosind jene beiden als die Hauptaltäre der Seitenschiffe, die dieSeitenschiffe beherrschenden Altäre aufzufassen, mithin alsdiejenigen, die an den Lettner oder dessen seitliche Ver-längerung sich anschlossen, so, wie wir es vom Moritzaltarbereits wissen (S. 172). Nun verstehen wir auch, weshalbunser Inventar ausdrücklich hervorhebt, dass der Altar aufdes Dechants Seite gestanden habe, obgleich sich doch auchdie vorerwähnten Altäre auf dieser Seite befanden, währenduns diese Angabe nicht befremden kann, wenn der Altar andieser bevorzugten Stelle dicht am Chore der Kirche seinenPlatz hatte. Wir linden also die den beiden Titelheiligen derKirche geweihten Altäre an sich entsprechenden Orten auf-gestellt.
1) Beilage 40, S. 188*.
2) Solche Engel auf Stäben oder Säulen wurden an mittelalterlichenAltären oft aufgestellt, cf. z. B. die Abbildung bei Bock, Gesch. der liturg.Gewänder III, Tafel XV.
3) Beilage 40, S. 188 *.