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In ähnlicher Weise Avurden an derselben Stelle, ebenfallsin der Mitte der Kirche, an gewissen Kesten und Heiligen-tagen bestimmte Reliquiensärge aufgestellt 4 ).
Doch kehren wir zum Chor der Kirche zurück.
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Die wichtigste Stätte des hohen Chores bildet in jederKirche der Hochaltar.
Dieser war auch -in unsrer Stiftskirche besonders reichgeschmückt. Auf 8 Stufen — wenn wir einem Gedichte desHumanisten Sabinus Glauben schenken dürfen 1 2 ) — erhob ersich über seine Umgebung. Geweiht war er wohl den Titel-heiligen der Kirche, wie dies allgemeine Sitte war, wenn Avirauch noch besondre Altäre für dieselben vorfinden. Das In-ventarverzeichnis von 1525 erzählt uns von seinem Schmucke,es habe sich auf diesem Altar „oben im Tabernakel“, alsoAvolil unter einem gotischen Baldachine, der den Altaraufsatzbildete, eine schöne grosse Barmherzigkeit befunden, umgebenA 7 on zahlreichen Engeln mit den Wappen, d. h. den Marter-AA 7 erkzeugen, Christi, AA 7 ährend an den Seiten zAA 7 ei grossesilberne und A 7 ergoldete Särge gestanden haben 3 4 ). Diese An-gaben AA 7 erden durch ein Heiligtumsverzeichnis von 1526 be-stätigt , das diese beiden „grossen silbernen und übergoldetenSärge“ aufführt, die „auf dem Hochaltar“, der eine zur linken,der andre, 17 Skelette von den 11000 Jungfrauen enthaltend,zur rechten „des Bildes der Barmherzigkeit“ stehen 4 ). DerGelehrte Johann Carion, der mit seinem Herrn, dem Kurfürsten.Joachim I. von Brandenburg Avährend der Osterzeit des Jahres1566 in Halle AA r eilte, giebt noch an, dass diese Barmherzig-keit oder der „Salvator“, Avie er das Bildwerk — vermutlicheinen aus dem Grabe sich erhebenden, nur mit dem Lenden-tuch bekleideten Erlöser mit Dornenkrone und Wundenmalen —allgemeiner bezeichnet, „klar silbern“ gewesen sei, also aus
1) Ebenda S. 20. 25. 27. 32.
2) Beilage 26, v. 74. — Die Envähmmg eines „langen schmalen tebiehtüber dye zcwerieh des hoen altars tritte“ im Inventar von 1525 (Beilage 17,S. 48 *) scheint die Angabe des Dichters zu bestätigen.
3) Beilage 17, S. 50 *.
4) v. Terey S. 60 und 52 (dang VI, 1. und VIII, 1.).