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(sepulchrum domini) zu umgeben bestimmt waren >) und dassin der Marterwoclie arme Leute „bei dem Grabe sitzen“sollten, die dafür ein Kleid bekamen ä ). Doch wird dieses„Grab“ wohl nicht im Chor der Kirche, sondern dem Volkezugänglich, vor dem Lettner, etwa in einer Nische an derSeitenwand der. Kirche, wo wir es sonst meist finden, aufge-stellt gewesen sein.
Schliesslich sei noch eine dritte in unsrer Kirche vor-handene „Tümba“ wenigstens erwähnt, die, auch Feretrumoder auf deutsch Bahre genannt, bei Leichenbegängnissensowie bei Gedächtnisfeiern für Verstorbene mitten im Schiffder Kirche aufgestellt wurde. Es ist also der auch heute nochbei den Exequien verwendete sargähnliche Kasten, der, miteinem -schwarzen Tuch überdeckt, den Sarg des Abgeschiedenenversinnbildlichen soll. Auch für unsere Kirche werden aus-drücklich schwere sammetene, golddurchwirkte Tücher fürdiesen Zweck erwähnt, und es war eiu besonderer Kelch nebstPatene vorhanden, der oben auf diese Tumba gestellt wurde s ).Bei der Feier der Seelmesse für Kaiser Maximilian legte manauf diese Bahre eine kaiserliche Krone, ein silbernes Schwert,das er geschenkt, das Scepter und den Reichsapfel, und amJahrestage des Todes Cardinal Albrechts sollten neben Kelch,und Kreuz die Mitra des Propstes und ein Hirtenstab die mitgoldenem Tuch bedeckte Bahre zieren 1 2 3 4 ).
1) Beilage 17, S. 50*.
2) In der auszugsweise in Beilage 9 gegebenen Rechnung des H. Sehenitzheisst es fol. 128 b zum Jahre 1532: „Mer unib vier rust wanger tliuch,seind den .armen leuthen worden in der marter woclien, so bey dem grabsytzen, zu 4 fl. 15 gr. 9 thut 19 fl.“, und nochmals werden fol. 133 zum15. März 1533 5 Tücher erwähnt, die zum gleichen Zwecke angeschafftworden sind (Beilage 9, S. 28*).
3) In dem Verzeichnis der Gegenstände, die Albreclit im Jahre 1540von Halle nach Mainz geschickt haben will, führt er u. a. an (Beilage 40,S. 190*): einen silbernen vergoldeten Kelch mit der Patene, „so man zuden begegnussen u f d y tumba mitten in d y kerche setzet“, sowieein glattes goldenes gezogenes Tuch „u her d y bar ader tumbai m i 11 e n in der kiichen“ und das weisse Tuch dazu. Auch in demInventar von 1525 (Beilage 17, S. 49*) wird ein Kelch mit Patene, „ssoman in den exequien uff dye bahr setzett“, erwähnt und eineganze Reihe „tucher uff dye bahr“ werden (S. 47*) aufgefiilirt. Von solchenTüchern ist auch oft in dem Breviarium von 1532 die Rede, Neue Mit-teilungen XV, 15. IG.
4) Neue Mitteilungen XV, 15. 16.
Redlich, Cardinal Allireclit.
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