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reichem und zierlichem .Rankenwerk sind die MarterwerkzeugeChristi dargestellt: in der Mitte, von einem Lorbeerkranzumgeben, erblicken wir das Kreuz, auf welches das Herz mitklaffender Wunde gelegt ist, und in den Ecken, gleichfalls inLorbeerkränzen, Hände und Fiisse mit den Nägelmalen ; da-zwischen sind vier Engel angeordnet, welche die Dornenkroneund die Nägel (oben und unten i, sowie Schwamm und Lanze(zu den Seiten) tragen. Unter den beiden seitlich angeordnetengiebt die Jahreszahl 15—36 die Zeit der Entstehung desWerkes an. Aussen aber am Gebälk zieht sich ein schmalerFries, mit biblischen Sprüchen bedeckt, ringsum, den Archi-tekturteilen treten an jeder Langseite 3, an jeder Schmalseite2 Armleuchter vor, und oben auf dem Gebälk schliesslicherhebt sich in jeder der vier Ecken eine Engelsfigur, die zu-gleich als Lichthalter dient. Vorn aber befindet sich dasgrosse, in 15 Felder ..eingeteilte Wappen des Cardinais, imHerzschild die Wappen der drei Stifte, Mainz voran, und überden Schild ragen Schwert, Kreuz und Bischofsstab empor, be-deckt vom Cardinalslmt.
Wie schon die Marterwerkzeuge und Wundmale Christiauf der Deckplatte daran gemahnen, dass Christus die Sündender Menschheit durch sein unschuldiges Leiden und Sterbengebüsst und so den Gläubigen nach ihrem Tode ein Eingehenin die ewige Seligkeit ermöglicht hat, so weisen noch vielenergischer die Friesinschriften auf den Tod und die zu er-wartende Seligkeit hin.
]n domum domini ibimus,
erinnert die vorderste Inschrift; die an der Langseite rechtsdaneben lautet:
Haec est hereditas d omini, cum dedem’t ü.i\egentibus suis sonumdie Schmalseite nach dem Fenster zu enthält das glaubens-freudige Wort:
Absorpta est mors in victoria,
und nicht minder zuversichtlich klingt die Inschrift an derLangseite nach Westen zu:
Ideo laetatus sum in bis, quae dicta sunt mihi.
Welche Beziehungen könnten wohl diese Inschriften zuder Reliquie im Sarge haben? — Keine! vielleicht mit Aus-nahme der dritten. Alle aber passen vorzüglich , wenn wir