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Erzbischof in Aschaifenburg. Auf dein Reichstage selbst lindenwir ihn dann unter den Theologen, die an der Widerlegungdes von den Protestanten eingereichten Glaubensbekenntnissesarbeitetenk- Einige Jahre später, 1534, war er die leitendePersönlichkeit auf dem Tage zu Leipzig, wo am 29. April imPaulinerkloster die Abgeordneten Albrechts (Veite und Tiirck),Herzog Georgs und des sächsischen Kurfürsten zusammentraten,um eine Einigung in Sachen des Glaubens unter Zugrunde-legung der Augsburgischen Confession herbeizuführen, doch„ist endlich nichts drauss worden“ * 1 2 3 ).
Dass Vehe bereits im Juli 1531 im Neuen Stift war, be-zeugt uns Crotus in seiner Apologia. In welcher Stellung,wissen wir jedoch nicht, nur ist er damals offenbar noch nichtPropst gewesen, wahrscheinlich aber hatte er eine der dreiandern Prälaturen oder vielleicht auch das Amt des Predigersinneb. Crotus berichtet nur, dass er täglich im Stifte Vor-lesungen über die Paulinischen Briefe halte. Im September1531 unterzeichnet sich Vehe in der Vorrede einer dem Cardinal
p. 90: Proiucle cum nobis (Alberto) ut eleetori primatique Germaniae cum-primis necessarium sit omnia circ-umspicere et adversus novocliristianosrationibus ac argumentis munitos esse, mittimus [seil, nos Albertus] vene-rabiles doctos ac dilectos nostros Joannem .Wirteubergium et MichaelemVehium istuc Maguntiam, ut teeum ac cum aliis per nos etiam citatis de
rebus ecclesiasticis conferant, conveniant ac statuant.-ex Asehaffen-
burg'o 7 apr. 1530.
1) Er selbst berichtet darüber in einem Briefe an Nausea vom 10. Aug.
1530: Nova quae scribam non habeo , nisi quae nobis sunt prae mani-
bus, nempe Confessioni Lutberanornm a nobis esse responsum, responsionempublicatam et authoritate Caesarea confirmatam. Articulis quatuor civi-tatum, qui Zuinglianicam iidem sequuntur, itidem a nobis responsum est, sedtarnen nondum publicata est responsio ista.“ — Auch am 10. Oct. weiltVehe, gemäss einem Briefe an denselben Nausea, noch in Augsburg. Epist.misc. ad Fr. Nauseam S. 95. 94. — Georg Veesenmeyer (Kleine Beyträgezur Geschichte des Reichstags zu Augsburg 1530 und der AugsburgischenConfession, Nürnberg 1830, S. 114) weist ausserdem auf Velies Erwähnung-unter den für ihre Bemühung um die Confutatio Belohnten hin.
2) Ausführlicher Bericht in Seckendorfs Historia Lutheranismi (1694),üb. III S. 90, nach Akten des Weimarer Archivs.
3) In des Crotus Apologie heisst er ein et doctrina et pietate commen-datus theologus. Doch darf man dieses letztere Wort gewiss nichtpressen und als Amtsbezeichnung auffassen, wenngleich sich Vehes sofort zuerwähnende Thätigkeit vollständig mit der namentlich durch das Triden-tinum vorgeschriebenen Aufgabe des Theologus deckt (cf. Hinschius Kirchen-recht II 117). Doch hören wir au unserm Stifte nirgends von diesem Amte.