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Cardinal Albrecht von Brandenburg und das Neue Stift zu Halle : 1520 - 1541 ; eine kirchen- und kunstgeschichtliche Studie
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an Albreclit zu schicken *). Es sclieint, als oh die Mönchedem Unternehmen Albrechts Schwierigkeiten in den Weg ge-legt hätten: es bedürfte wenigstens der Ermahnung desPapstes, möglichst schnell die Gründung des Stifts und nament-lich den Umzug der Mönche zu bewerkstelligen, und ein be-sonderes Breve erteilte dem Magister provincialis des Ordensden entschiedenen Auftrag (districte mandaveramus), denzwischen den Dominikanern und Albreclit wegen des NeuenStifts geschlossenen Verträgen die Ausführung bald nachfolgenzu lassen 1 2 ). Schliesslich aber haben sie doch in die Errichtungihrer Kirche zu einer Collegiatkirche, sowie in die Versetzungnach dem Moritzkloster gewilligt, dessen Kirche, zugleichKloster- und Pfarrkirche, mit der dazu gehörigen Schule inihren Besitz übergehen soll. Alle ihre Privilegien sollen ihnenbleiben, auch ihre Reliquien und Kleinodien dürfen sie nachihrem neuen Wohnsitze mitnehmen.

Mit dem Rate der Stadt Halle haben sicherlich bereitsVerhandlungen stattgefunden, als man überhaupt die Gründungdes Stifts ernstlich zu betreiben anfing, und wir fanden schonin jener zweiten Fassung der päpstlichen Stiftungsbulle denRat gelegentlich der Bestimmungen über das Patronatsrechterwähnt. Vor allem suchte der Cardinal den Rat zur finanziellenUnterstützung seines Planes heranzuziehen. Anfang Februar1520 hat denn auch der Rat bewilligt, einen jährlichen Beitragvon 340 rheinischen Gulden zu gewähren, die ablösbar sinddurch einmalige Zahlung von 8000 Gulden, welche Summe nachder Anschauungsweise derZeit als das teils zu 5 teils zu 4°/verzinsliche Kapital eines wiederkäuflichen Zinses von 340 fl.aufgefasst wurde 3 ). Wahrscheinlich hierauf bezieht sich dieAngabe eines sonst zuverlässigen Chronisten, dass Albreclit im5. oder (5. Jahre seiner Regierung, da er nichts Geringeres(nichts mynders) sei als sein Vorgänger, dem der Rat5000 fl. zur Erbauung der Moritzburg bewilligt habe, ebenfalls

1) Brief Leos an Albreclit, 6. Juni 1520, s. [Mieg,] Monumenta pietatiset literaria virorum in re publica et literaria illustrium selecta. Frank-furt a. M. 1702, pars II, S. 46.

2) Dreykaupt I, S. 788 unten.

3) Schreiben des Kats zu Halle an Albreckt, 7. Februar 1520, sieheBeilage 3.

Rpillichf Cardinal Albreclit.

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