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heiligen Kreuz“, das den Dominikanern — den Prediger- oderPaulermönclien, wie sie gewöhnlich genannt wurden — ge-hörte. Als nun Albreclit seit dem Herbste 1519 längerenAufenthalt in Halle genommen hatte (May I 268), wurde dererste Plan dahin abgeändert, dass zwar die Personen desMoritzklosters, sowie dessen Besitztümer, Einkünfte und Rechtein das Collegiatstift übergehen, dieses aber seinen Sitz „dergrösseren Bequemlichkeit halber“ in den Gebäuden der Prediger-mönche aufschlagen, die Predigermönche dagegen das Moritz-kloster beziehen sollten. Am 24. November 1519 ist davonzum erstenmale in den Urkunden die Rede 1 !, und bereits am10. Januar 1520 2 ) erhält Albrecht die Genehmigung des Papsteszu dieser Auswechslung der Dominikaner- und Augustiner-mönche, sowie zur Versetzung der letzteren in den Stand 'derWeltgeistlichkeit und zur Umwandlung der Dominikanerkirchein eine Stiftskirche. Die bisherigen Mönche sollen mit derKleidung der Weltgeistlichkeit auch all deren Rechte erhalten,l|die drei wesentlichen Gelübde (vota substantialia) aber sollenbewahrt bleiben, nur dass sie den Gehorsam nicht mehr dem- Oberen des Ordens oder des Klosters, sondern dem jeweiligen»Erzbischöfe zu geloben haben. Alle Besitzungen, Rechte und• JPrivilegien, welche das Moritzkloster besass, sowie die, welche; ader Magdalenenkapelle verliehen oder v er heissen waren, sollen«auf diese Kirche übergehen. Gleichzeitig wird zum ersten-;§male der Name der neuen Kirche angegeben: Stiftskirche desheiligen Moritz und der seligen Maria Magdalena zum Sclnveiss-itucli des Herrn soll sie heissen 3 ). Also nach dem Patron der
1) Dreyliaupt I 879.
2) Dieses päpstliche Breve ist eingefügt dem processus erectionis Al-brechts, dat. 28. Juni 1520, abgedruckt Dreyliaupt I S. 883. Dreyliaupt datiertnach dem Wortlaute der Urkunde: 1519, doch begann bekanntlich die Kuriebis ins 17. Jahrhundert (1621) das neue Jahr erst am 25. März (calculus
MFlorentinus, cf. Grotefend, Handbuch der hist. Chronologie 1872, S. 26).; *Auch giebt Dreyliaupt S. 877 dieses Breve fälschlich für die Erektionsbulle(des Neuen Stiftes aus, obwohl darin ausdrücklich auf jene (vom 13. Apriljl519) verwiesen wird: iuxta fundationem et institutionem ac litteras pre-dictas (Dreyliaupt S. 884).
1) Nos (Papst Leo).licentiam et facultatem concedimus.
(ecclesiam monasterii sancti Mauritii vel si tibi aptius et commodius vide-bitur, ecclesiam domus fratrum huiusmodi et non dicte arcis sub invoeationeet denominatione gloriose et prestantissime collegiate ecclesie sancti Mauritiiac beate Marie Magdalene ad veluni aureum .... erigendi et instituendi —.