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geczirde und schmuck“ in Halle, um sich von der Bürgerschafthuldigen zu lassen 1 ). Obwohl Albrecht durch Erlangung desMainzer Erzstuhls (die Wahl des 9. März 1514 wurde vomPapst am 18. August bestätigt) in den Besitz so mancherherrlich gelegenen Stadt und mancher stolzen Burg am Rheinund Main gelangte, so scheint doch Halle mit seiner Moritz-burg sein Lieblingsaufenthalt gewesen zu sein. Immer undimmer wieder, wenn es ihm nur die Geschäfte erlauben, kehrter dahin zurück, die Moritzburg ist sein ständiger Sitz, so ofter sich in seiner Magdeburger Diöcese aufhält, bis ihm schliess-lich durch das unaufhaltsame Vorschreiten der Reformationauch in Halle der Aufenthalt daselbst verleitet wird.
Die Stadt Halle durch die Gründung eines Collegiatstifteszu verherrlichen, konnte Albrecht nur willkommen sein. Ernahm daher die Pläne seines Vorgängers mit Freuden wiederauf 2 3 ). Wir hören davon im Jahre 1519. Möglich, dass dieErnennung zum Cardinal auf dem Augsburger Reichstag desJahres 1518 den Erzbischof noch besonders dazu drängte, nunauch etwas Ausserordentliches für die Kirche zu thun. Viel-leicht hat er auch in Augsburg bereits mit dem päpstlichenLegaten Cajetan über diese Gründung Unterhandlungen ge-pflogen. Es hat sogar den Anschein, als ob Albrecht bereitsim März 1517 derartige Pläne mit sich herumgetragen habe,da er nach dem Tode des Oberkustos der Schlosskirche an-ordnet, dessen Nachfolger solle sich mit den „gemeinen Ornatenbehelfen“, während die besten Ornate nebst den Reliquien „indem kästen wol verslossen und verpitzschirt (versiegelt)“ demSchlosshauptmann Hans von Pack „bis auff unsern weiter bevel“zur Verwahrung übergeben, also offenbar für etwas Besseresaufgehoben werden sollen“). Jedenfalls aber wird Albrechtdie ersten Schritte 1518 gethan haben. Denn vermutlich im
1) Jacob May, der Kurfürst, Cardinal und Erzbischof Albrecht II. vonMainz und Magdeburg, I (1865) S. 28. — Summarische Beschreibung einesHallensers 1513—41 (Hpt. St. A. Dresden) fol. 2. — Cresse’s Annalen Bd. V,fol. 74 b.
2) Er hatte zwar 1514 dem Magdeburger Domkapitel gelobt, auf derMoritzburg in Halle „keine Stiftung aufrichten zu lassen“ (Beilage 23 amSchluss), doch ist hiervon später niemals die Rede. Albrecht wird sichdaher mit dem Domkapitel im Guten auseinandergesetzt haben.
3) Siehe Beilage 2.