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Geschichte der Heraldik : Wappenwesen, Wappenkunst, Wappenwissenschaft
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841
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Geschichte der Heraldik. Anhang.

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861 Wappenbrief des Kaisers Carl V. für HerzogBogislaff von: Stettin Pommern, d. d. Worms 18. Mai1521.

Wir Karle der fünfte von Gottss Gnaden, erwähl-ter Roemischer Kayser zu allen Zeiten Mehrer desReichs, König in Germanien etc. etc. Bekennen öffent-lich mit diesem Brief, und thun kund aller männighch,wiewohl Wir aus angebohrner Güte, und Kayserl. Mü-digkeit geneigt seyn, allen und jeglichen unsern unddes Reichs Unterthanen und Getreuen unsere Kayserl.Gnade mitzutheilen: So ist doch Unser Kayserl. Gemüthmehr hegierlicher zu denen, die uns und dem H. R.Reich als die nechsten Glieder, die Sorgfältigkeit des-selben mit Steten getreuen Dienst helfen tragen. Wannuns nnn der hochgebohme Bugslaff zu Stettin, Pom-mern, der Cassuben und Wenden Hertzog, Fürst zuRügen und Graf zu Gutzkow, Unser lieber Ohm undFürst, demüthiglich hat angerufen und gebethen, dassWir ihm des Landes Stettin Wapen, die seyn mitNahmen, ain blauen Schild, darin ein rother Greif zumKurilen geschickt, des fordern Füsse und Clauen derHinterfüsse gelbe mit seinen aufgeworfenen Sehwantz,aufgethanen Schabel und ausgeschlagener Zunge, aufseinem Haupte eine gelbe oder Goldfarben Crone , ummehren Unterscheid willen anderer seiner Lande zuverkehren gnaediglich geruhen. Deshalben Wir ange-sehen solche des gemeldeten unsern Ohms und Fürstendemüthige Bitte, auch die angenehmen, getreuen undnützlichen Dienste, so er Uns und dem h. r. Reichwilliglichen gethan hat, und hinfüro wohl thun magund soll, und darum mit wohlbedachtem und gutenRath und rechtem wissen, die blaue Farbe obbemeldenSchildes in gelb verkehret, damit die Wapen verändertund dem gemeiden Ohmen und Fürsten Hertzog Bugs-Jaffen, und seiner Lieb Erben und Nachkommen hinfürin Ewigzeit, die also mit der gemeldten Verkehrungund Veränderung zu haben und in Aufschlagen, Iu-siegeln, Secreten, Pitßchaften, Kleinodien, Begräbnissen,Panieren, Gezeiten, und allen und jeden ehrlichen Endenvon wegen des gemeldeten Landes Stettin, zu führenund zu gebrauchen Gnädiglieh gegönnet und erlaubet,verkehren, verändern, gönnen und erlauben ihmsolches aus Römisch Kayserl Macht wissendlich inKraft dieses Briefes, und gebieten darauf allen undjeglichen Churfiirsten, Fürsten, Geistlichen und welt-lichen, Praelaten, Graven, Freyen, Herren, Rittern,Knechten, Hauptleuten, Vitzthumben, Voigten, Pflegern,Verwesern, Amtleuten, Schnltheysen, Bürgermeistern,Richtern, Bähten, Wapen Herolden, Bürgern, Gemein-den und sonst allen Unsern, und das H. Reichs Unter-thanen und Getreuen, welches Standes, Würde, oderWesens die seyn, ernstlich und festiglich, mit diesemBrief, und wollen dass sie den vorbemeldten Unsernheben Ohm und Fürsten, Hertzog Bugslaffen, und seineeheliche Leibes Erben und Nachkommen für und fürewiglich in die obbemeldte unsere Verkehrung, Ver-änderung, Gönnung und Erlaubung der berührten desLandes Stettin Wappen nicht hindern noch irren oder«as jemand anders Gestatten, in kein Weise, als liebeinem jeglichen sey, Unser und des Reichs Ungnadeund Strafe, und dazu eine Poen von nemlich 50 Marckloetiges Goldes zu vermeiden, die ein jeder so oft erfreventlich hiewider thäte, uns halb in unser und desReichs Cammer, und den andern halben Theil demgemeldten Unsern Ohm Hertzog Bugslaffen, seinen^roen und Nachkommen ehegemeldt, unablässig zu be-fahlen verfallen seyn soll. Mit Urkundt dieses Briefsbesiegelt mit Unserm Kayserlichen anhangenden In-^egell. Geben in Unser und des R. R. Reichs StadtWormbs am 18. Tage des Monaths Maji nach ChristiGeburt Fünfzehnhundert und im ein und zwanzigsten,

Unserer Reiche des Roemischen im andern, und derandern aller im sechsteu Jahre.

Ad Mandatum Dni. Imperatoris proprium Alber-tus Cardinalis Moguntinus Cantzler.

[Nachrichten von dem Geschlechte der v. SliwinUrkunden. S. 18 ff.]

87) Kaiser Karl V. ernennt den Caspar Sturm zumHerold unter dem Namen Teutschland, d. d. Aachen27. Octb. 1521.

Wir Karl der Fünfft von gottes gnaden erweiterRömischer Keyser (etc. etc. grosser Titel). Bekennenöffentlich mit disem brieff vnmi thun kundt aller mengk-lich. Als weyland vnser vorfaren am Reich Römischekeyser vnnd künig loblicher gedechtniß biß auff vnßerber verstendig vnd geschickte personen zu Erenhol-den gehabt, vnd gebraucht, die den Standt des adelsvnd der wapens gnossen, so auß erberkeyten, tilgenden,guten wercken vnd thatten her fliessen vnderhaltenvnd andere raytzen vnd bewegen sich des selbigenstandts auch wirdig vnd teylhafftig zu machen vnddaran sein das die ere vnnd zierd des Adels nit ver-letzt, suuder genieret vnd die laster und mißbrauchaußgereutet werden. Vnd dann vnß als Römischenkeyser geburt vnd zusteht, wie wir auch selbs außangehornem gemut, zu thun geneigt sein, alles das, soden standt des Adels vnd der wapengnossen zu lob vndere vnser keyserlichen Maiestat pflantzet für zu nemen,das wir demnach gütlich angesehen vnd betracht dieerberkeyt, erfarnheyt vnd schicklictieyt darin wir vnsernvnnd des Reichs lieben getrenwen Caspar Sturm er-kennen, auch die annemen getreuwen vnnd nützlicheDienst, so er vnß vnd dem heyligen Reich biß her inmanigfaltig weg gethon vnnd erzeygt hat: Vnnd da-rum!) mit wolbetrachtem mut zeitigem radt vnd rech-ter wissen, auch auß eygner bewegniß den genantenCaspar Sturm zu vnserm keyserlichen Erenholden auff-genomnien vnd verordnet, vnd ym den namenTeutschlandt geschöpfft vnd gegeben haben. Nemenauff, schöpffen vnnd geben auch von Römischer keyser-licher macht wissentlich in krafft des brieffs vnd mey-nen, setzen vnd wollen, das derselb Caspar Sturm nunhynfür vnser keyserlicher Erenholdt Teulschland sein,vnd von mengklich darfür genent, geeret, geacht, vndgehalten werden, auch alle vnd ygliche gnad, freiheyt,ere, wirde, vorteyl vnd gerechtgkeyt haben, sich derfrenwen, [gebrauchen vnd geniessen sol vnd mag dieandern vnser keyserlichen Erenholden haben vnnd ge-brauchen von recht oder gewonheyt, von allermengkliclivnuerhindert. Der genant Caspar Sturm hatauch darauff gewonliche gelübd vnd eydgethon, solchem ampt getreulich vor zu sein vnd außzu warten wie sich gebürt, vngeuerlich. Vnd gebietendarauff (etc.) . . . ym alle zeit auff sein anlangen hilf-lich vnd forderlich sein, Ym auch, so offt es die not-torfft erfordert, geleydten, oder schaffen geleydt zuwerdten. . . . Geben in vnser vnd des heyligen Reichs Stulvnd Stat Ach am x x v i j tag des Monats Octobris.Nach Christi vnsers lieben herren geburt fünfftzehenhundert vndt im e3'nundzwentzigsten vnserer Reich desRömischen im andern vnnd der andern aller im sechsteniarn.

Carolus Ad mandatum Cesaree et

Catholice Mt. pp.[Sturm, Ein kurtzer Begriff etc.]

88) Verkauf eines Handwerkszeichens Nürnberg3. Juli 1525.

Caspar Schmid vnnd Jörg Bischoff als vormunderCunraden Flaischers seligenn kinder in der anndernehe gepornn am erstenn tail, Jörg Solfus vnnd Bar-