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Geschichte der Heraldik. Anhang.
Gebruder des vorgenanten Em Albrecht aeeligen Sonealles nach aussweisunge der Brive darnbir saginde Er-nuwet und bestetiget worden ist, darauff nun als desgenanten Unnsers liebn Vetters seeigen gehabte Landeund Lute nach synn abgange erblich an Uns gefallendieselben Jacuff und Eckarius Bachen für uns komenund demutiglich bittende dass wir yn obgedachtenUnnsers lieben Vaters und Vettern lobelichen Gedecht-niss gethan befreihunge und bestetigunge auch zu be-willigen zu eruawen und zu confirmiren gnediglichgeruchten, Bekennen Wir öffentlich an disse Brive fürUns Unser Erben etc. daz wir etc. etc. Unsers liebenVaters und Vedters seligen ergangene befreihung etc.gnediglich bewilliget etc. Testes: der Edele herr Hein-rich Bewfse von Plauwen herre zw Greytz und Cranich-veld, Pfleger zw Coburg; Hugold von Slinitz Obermar-schalk Er Dittrich von Schonberg Bitter hofmeisterJohann Sifrid alder Cantzler etc. Coburg Sonnabendsnach felicis in pincis 1485.
[v. Ludewig, reliqu. X 656 ff.]
77a) Herzog Heinrich von Münsterberg Graf von Glatzverleiht der Stadt Beichenstein ein Wappen. Glatz 17.Febr. 1491.
Wir Heinrich der elter von gotis gnaden desheiligen Eomischen reichs Fürst, Hertzog tzw Munster-perg. grave tzu Glatz vnd herr zw Cunstad vnd Podie-bradt etc. Thun khundt vnd bekhennen offendlich mitdiesem vnserm brive, vor allen den die ehn sehin vndhören lesen, das wir von vnsern vnderthan vnd liebingetiawe Allen gewerken vnd Inwonern, arm und reich,auf vnserm bergwerg zum Beichenstein wonend, vnter-richt sein, wie ir vordem, gleich andern bergwergenvnd stetin von aldersher, ire rechte, freiheit, herligkeitvnd herwappn gehabt vnd die gebraucht haben, son-der derselben ethwen inn Thaborischin kriegen, ent-weret sind, vnd haben vns mit angelegtem vleis er-sucht, vnd demutiglich gebeten, sie mit einem herwappenvnd andern Freiheitn rechten vnd herligkaiten der anderbergwergk vnnd stete gebrauchenn von newes tzube-dengken vnd tzubegnadenn. Uf solche jhre vleissigebethe, vnd jrer trew halben, inn den sie sich, wieFromen tzugepurt bei demselben bergwerg von anbe-ginnen bisher gegen vns verhalten habin, teglich ver-halten, vnd sich hernachmals in zukünftigen tzeiten Sievnnd jhre nachkhommen vngetzweivelt vorhalten werden,haben sie alle jre Erbin vnd nachkomen in Ihrem her-tzeichen vnd wappen mit einem schilte halb goldin vndhalb silberinn die leng, vnd darinn einen. Adeler halbschwartz vnd halb roth, beide fiugel ausgebreitet, dieschwarze helffte des Adelers inn der golden helfte unddie rothe helfte des Adelers inn der silberinn helfte desschilds gesatzt. Derselbe Adeler sal habin ein Fürst-lich haube auf seinem höbte vnd einen silberin strich,einem halben nionden ähnlich von einem Flügel vberdie brüst tzu dem andern fiugel reichende. Vnd derAdeler sal auf seiner Brust einen Schildt, in vier taillgetailit tragen. Zwehen vierdtel desselbin schiltiseckicht gegen einander, sollin roth sein vnd sal iglichtau desselbin rothin schilts zwehne göldin gebogenstriche, von einir egken tzw der anndern die kwierhaben vnd die andir tzwehe vierdeteilt sesselbin scbildtsekicnt gegen einander, sullin silberin sein vnd iglichtail sal drei schwartze striche tzu oberste, inn demsilberinn fschilde haben Vnde der Adeler sal hindan amrügke ein bergeisen vnd ein handfustil kretzwertishaben. Das bergeisenn auf der gülden seite sal silberinsin, vnd das ander auf der silberinn seitte des Schildesgoldin, beide an gilbichte stiel gefast. Als dasselbewappen hierinne merglich mit farbin aufgebildet istgewappet vnd begnadt vnd begnadin vnd (aus) sun-derlichen gnaden vnnd Fürstlicher macht zu
Munsterberg in kraft ditz brivis desselbin wappendurch die gemeldte Inwoner tzum Beichenstain gegen-wertigen vnd tzukhunftigen auf Irem Inngesigell, Her-pauner und sust in allen dingen frei ane aliis hinder-nis ewiglich tzunutzen vnd tzugebrauchen. Dortzwwir den obgenanten gewerken zw Beichenstain wonendegegenwertigen vnnd zukhunftigen alle recht, Freihaitvnd Herrlichkait die tzw Kottenperge, Iglow vnd anders-wo im kunigreich tzw Behmen gehalten werden, auchalle stadrechte etc. etc.
Mit vnserem Fürstlichen anhangenden Ingesegil be-segilt, Geschehen auf vnserm schlösse zu Glatz annDonnerstage nach senthe Valentini des heiligen merterersNach Christi vnsers herren geburth Tausend vierhundertvnnd im einen vnd nentzigisten iare.
(Nach einem von den Bathmannen der Stadt Breslauausgestellten Vidimus vom J. 1545 abgedruckt in: Samm-lung von Nachrichten über die Königl. freie BergstadtBeichenstein von Carl Benjamin Heintze Breslau1817 S. 59 ff.]
78. Wappenbrief der Stadt Donaustauf 1494.
Von G. G. Wir Albrecht Pfalzgrave bei BeineHerzoge in Ober- und Nieder Baiern etc. bekennen undtun kunt öffentlich mit dem Briev Allermeniglich, woder fürkumbt. Wann wir von angeborner gute undfürstlichen milltikait genaigt alle die vnsern under diesich in Tugenden vnd guten Sachen üben, zu fürdernvnd zu begnaden, als wir Ine dann schuldig seien sohaben wir angesehen solch getrev Dinste vnd Willigkeit,so vnns vnser lieb getrev Bäte vnd Bürger vnnsersMarkts zv Thumbstauff bisher vleissiglich getan habenvnd hin für tun sollen vnd wollen vnd darumb auswolbedachten mut vnd rechter wifsen, haben wir den-selben Bäte Burger vnd Gemaine vnnsern Markt Thumb-stauff begabt und begnadet mit dem wappen als dashie Inne in diesem brieue sichticlich von varbenausgestrichen vnd gemalet ist. Nemlich ainen Schiltvon Oben gleich abgetaut halb weis vnd halb pla vndvnden im Schult am Triegkents perglein darauf ausainem stamm zwo weinreb in der mitt des Schilltsvbereinander gend in dem plaen Teil die reb zwo traw-ben vnd ain plat dazwischen weis vnd in dem weissenTeil zu gleicher weise zwo Trawben ain plat dazwischenvnd die reb pla, daselb wappen wir also Ine Gemainenvnnsern Markt und Im nachkommen verliehen habenvnd verleihen Ine das wissennlich in craft des briffsalso das Sy das nu furbas ewiglich haben füren _ sichdes gebrauchen vnd nützn sollen vnd mugen zu Insigelnpetschaften gezelten stürmen streitten vnd allen andernerbarn vnd redlichen Sachen, als sich dann zu folichemgeburt, vnd frommen redlichen Lewten wol zusteet, onallermeniglichs Irrung vnd Hindemuss doch anndernLewten, di vor in solchermassn gewappend waren anIren wappen vnschedlich treulich vnd vngewerlich vnddes zu warn Urkund vnd ewiger Gedechtnuss geben wirden vorgenanten Bäte vnnd burgern vnfers MarktsThumbstauff den Briev mit vnserm anhangenden SecretInsigl besigelt zu München an Pfiuztag vor Sand Mar-garethentag 1494.
[Oberpfälz. Verh. IL 447.]
79) König Maximilian verleiht dem Herzog Eber-hard v. Würtemberg die Eeichs-Sturmfahne d. d. Worms23. Juli 1495. .. .
Wir Maximilian von Gottes Gnaden EÖmischer Königzu allen Zeiten Mehrer des Beichs, zu Ungarn, Dal-matien Croatien etc. König, Ertzhertzog zu OesterreiehrHertzog zu Burgund, zu Braband, zu Geldern etc. Granzu Flandern zu Tyrol etc. Bekennen öffentlich mitdiesem Brief und thun kund allermanniglich, dass Wirunsere und des Beichs Sturm Fahnen empfohlen habendem Hochgebohrnen Eberhardten, Hertzogen zu Wür-