Geschichte der Heraldik. Anhang.
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temberg und Teck, Grafen zu Mömpelgardt, dem Eltern,Unserm lieben Oheim und Fürsten, und darzu habenWir line und allen seinen Lehens-Erben zu rechtenLehen verliehen vnd leyhen Ihm auch mit diesem Un-serm Brief Groningen Stadt und Burg, mit Leuthen,Güthern und mit allem dem, das darzu gehört, besuchtund unbesucht,, es sey Eigen oder Lehen, und dass sieauch dieselbe Lehen, wie die genannt seyn, furbassleyhen sollen und mögen, wann das zu Unserm und desReichs Sturm-Fahnen leben ist und auch darzu gehört,mit der Bescheidenheit, dass der vorgenannte HertzogEberbardt und seine Lehens-Erben Uns und UnsernNachkömmlingen am Reich, Königen und Keyssernewiglich die Dienst thun sollen getreulich, die mandavon zu recht und billich thun soll. Sie sollent auchund haben Geheyss, dass Sie den Sturm-Fahnen besor-gen und bewahren, als man den zu recht und billigbesorgen und bewahren soll und auch der genanntHertzog Eberbardt und seine Vor-Eltern von UnsernVorfahren am Reiche solche Emphehle und Lehen ge-habt und herbracht haben. Mit Uhrkund dieses Briefs,besiegelt mit Unserm Königl. angehängten Insigel.Geben in Unser und des Heil. Reichs Stadt Worms,am 23. Tage des Monahts Julii nach Christi Gebührt1495 Unser Reiche des Romischen im zehenden und desUngarischen im sechsten Jahr.
[Müller, Reichstags-Theater I. 548.]
80) Wappenbrief des Königs Emanuel von Portugalfür Wolfgang Holzschuher, Lissabon 8. Febr. 1503.
Emanuel Dei Gratia Rex Portugalie et Algarbiorumötra et Vitra mare in Affrica, Dominusqne Guynee etConquiste navigationis ac commercij Aethiopie, Persiae,Arabjae et Indiae, Universis etsingulis praesentes litterasS1 ve praesens Privilegium Inspecturis, visnris et audi-turis, Notum facimus quod Nobilis Vir WolffgangusHoltzschuecher Alemanus cupiens parentum suorumet progeniej nobiliatem augere, ad munitiones nostrasquas cum Barbaris Sarracenis habemus in Aphrica, vitrovenit, vt animi sui corporisque Vires ostenderet, Visus-que est vt aeeepimus ndelj testimonio Capitanej nostride Alcatzer, nee non aliorum Militum nostrorum, InterMauros strenue et viriliter dimicare, hostibnsque de-lictis, victorie atque praedae partem suam non modicamsortitus est. Qnapropter volentes personam dicti Wolf-gangi Holtzschuecher favoribus et honoribus prosequi,et digna pro meritis impendere commercia, propria manueum niilitem feeimus, ad laudem omnipotentis Dei, etgloriosae Virginis Mariae matris ejus, cum omnibussolemnitatibus et cerimonijs in talibus fieri consuetis,eumque numero cetui et consortio aliorum milituma ggregamus, cum libertatibus, Immunitatibus, favoribuset concessionibus, quibus caeterj Milites benemeriti po-tiuntur, utuntur et gaudent, vti, potiri et gaudere de-ment, Et quod sub signo quod in vexillo nostro deferi-jnus, adversis aemulos infldeles, sua devotione viriliterdimieavit, crucem Christj Rubeam cum Capite Mauriabsciso armis familiae suae superaddimus: prout indescriptione eorum continetur, Rogamus igitur omnesReges, Principes, Duces, Marchiones, Comites, ViceComites, Barones, Milites et quoseunque nobiles perv niuersum Orbem commorantes, ad quos seu ad que-mlibet eorum dictum Wolfgangum Holtzschuechera duentare contigerit, ut eum seruent incolumen, etbonore militarj eum tractent et honorificent, vt talibuseommendationibus favere non dubitamus. Datis in nostraCivitate Vlixbonen: Octava Die Februarij. Anno salutis^bristianae, Millesimo quingentesimo Tertio.
Ego Rex Arraorum Regni Portugaliae, Dico quodc .°mplacuit Domino, Domino nostro Regi dare haec m-!>gnia armorum quae a tergo praesentium depieta sunt,'idelicet Scutum vnum quatuor in quadratis diuisum.
Primum quoque quardratum aureum, habens in medioealceamentum lignenm more Hollaudiae, nigrum abextra, et intus Rubeum. Cuius contiguam azureumcontinet Caput unius Maurj tonca argentea capite amic-tus collata cingulo aureo, In cujus medio Crucem ChristiRubeam vacuatam in medio et repletam argento. Etpro Timbro torneainenti laureatus niger nascens infan-tnlus, cuius Pilleum cum ornamento in cireuitu deau-rato, ab intus nigro pertinetus. vt diffuse latiusquepatet in facie retro scriptarum literarum, Pro quorumomnium et singulorum Testimonio signum meuni manu-ale presentibus fide dignum apposuj.
[Gatterer, cod. dipl. ad Historiam HolzschuherianamS. 246.]
81) Beschwerde des höheren Adels in Bayern gegenden niedern. Am Ende des Landtages übergeben. 1506.Durchleuchtiger Fürst, gnädiger Herr. Nachdemder gemeine Adel sich wider Uns aufgeworfen, wiedann Ew. G. dessen Wissen haben, in welchen SachenEw. Gnaden als gnädiger Herr und Landesfürst zwi-schen unser furgenommen, dass Wir beyde Paitheyenjegliche aus ihnen fünf erwählen sollen denen Gewaltzu geben, vor Bw f. G. laut unsrer beider PartheyenVerwilligung zu handeln. Dieweil aber Uns genannterAdel Ursache gegeben haben, so wollen Wir andereübermäßige Unbilligkeit gegen ihnen auch suchen, undderen mit ihnen zu Austrag kommen:
Nämlich und zuerst, dass sie unsre Zeichen undTurnierhelm aufmahlen und in die Siegel und Grabsteinmachen.
Zum andern, dass sie Uns, unsre Söhne und Freundefreventlich dutzen.
Zum dritten, dass sie sich des Titels der Uns zu-gebührt in Geschriften unterstehen zu unterziehen, mitsamt mehr und andern, damit sie sich Uns vernmtlienzu vergenossen; das Uns fürder unleidentlich ist, dennes in keinem Königreich oder Fürstenthum deutscherNation, auch bey allen Coramunen und treflichen Städtendermassen erfunden wird, in welchen ein Stand überden andern gesetzt ist etc. als Wir zu seiner Zeitläuterer wollen anzeigen.
Ew. f. G.
Unterthänige der mehrere Adel Ew. GnadenFürstenthumes in Ober- und Niederbaiern ietztallhier versammelt.[Baierische Landtags-Handlungen in den Jahren1429 bis 1513 München 1805 S. 401.]
82) Pfalzgraf Wolfgang Herzog in Ober- u. Nieder-bayern, Vormund des Herzogs Wilhelm, trifft Verfügungüber die Zulassung des Todtenschildes seinesVetters, Pfalzgrafen Ruprecht in Kloster Seligentlial.d. d. München 13. Juni 1508.
Von gottes genaden Wolfganng pfallnnczgraue beyRein herezog in Ober vnd Niedern Bairn etc. des hoch-gebornnen fürsten vnnsers lieben veteru herezog Wil-helms in Bairn etc. sambt anndern verordenter Vor-münder.
Vnnsern grus zuuor besounder lieber. Wir habendein schreiben vnns yecz getan antreffent die schultvnd panir weilennd vnnsers vettern herezog Georgensvnd herezog Ruprechtens bey der begrebnus in vnnsermgoczhauss Salldental bey Lanndshut aufzehengen ver-nomen vnd das sölichs von Vrban Kargel hofmaisterdesselben vnnsers closters zu Salldental zugeschechenverhyndert vnd nit gestat worden. Ist on vrsach nitgeschechen, dann als er den tittel herezog Ruprechtsgelesen, hat derselb geläutt, als vnns zugeschriben:herezog in Nidern vnd Obern Bairn etc. dasvnns an vnnsern titln vnd gerechtigkaitn vnnsers an-