Geschichte der Heraldik. Anhang.
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Dorfs zu Greitz | fürbracht haben wiewol sie von Irervnd des gnanten vnnsers Dorifs Sachen vnd sunderlichvon wegen des zentgerichts daselbs mancherley zu-schicken vnd zu handeln | So hetten Sie doch bisherezubevestigung solicher Irer Sachen vnd handel an eigenerSigelung mangel gehabt vnd annder vmb Ir Insigelersuchen müsen darauss Ine I mancherley mühe erwach-vnd vast vnfugsame were vnd vns darauf als Irenlandssfürsten vnd rechten erbhern demütiglich gebetendas wir auss macht vnnd fürstlichen oberkeit Sie miteiner eigen Sigelung zufürsehen vnd zubegaben gened-lich. Solich Ir zymlich bete zusampt der notdurft auchIr willig | gehorsame der sie gegen uns berümbt seinwir angesehen vnd haben sie vnd ire nachkomen ausscrafft vnnsers fürstlichen gewalts begäbet vnd fürsehenalso das sie | hinfure ein eigen gemein Innsigel habensollen mit namen einen Roten Schutt darin ein weisekirchen auf einem Grünen | Wasen mit einem Kotendach an einem ort ein weiserr thurn auch mit einemRoten Spitzigem dach . oben mit vier erckern t , einweise mawern mit zinnen vmb die kirchen vnnd denthuren vnd ein thüre in die mawern gegen dem thurn,wie | das dann in diesem vnnserm brieue eigentlichergemalet vnd mit färben aussgestrichen ist. So sol seindie schriffte | vmb den Schilt Sigillum des gerichts zuGreytze vnd wir geben den obgenanten von Greytzsolich obberurt Sigel l gegenwertiglich in craffte ditzsbrieus also das sie vnd Ir nachkomen sich des hinfürezu ewigen zeiten zu des obgenanten vnnsers Dorifsvnnd Gerichts Sachen vnd notdurften gepraucben auchdomit für anudere lewte in Sachen die vor Ine gescheenoder betzwegt würden vonn bete gerichts oder ersucheunwegenn vrkunde vnd hendel als redlich ist be- I Sigelnsollen vnnd mögen, als offte des note geschieht vnnddas solicher Irer Sigelung sol an allen ennden glawbegegeben werden auch die henndel so domit bestettigetsein craft vnd macht haben alsdann solichs in anndernvnnsern | Steten vnd merkten die Sigill haben rechtherkomen vnd gewonheit ist alles ongeuerde die ge-feiten die vnnsern mögen I sich auch solichs Schiltsmit denselben stücken vnd varben dor Inne verleybtzu einem panner zu allen Iren henndeln vnd notdurf-ten gebrauchen vnd wir haben für | vns unsem Stiftevnd nachkomen dyeselben Sigel vnd pannier den obge-melten den vnnsern von Greytz vnd allen iren nach-komen recht vnd redlich Oonfirniirett | vnd bestetigtConflrmiren vnd Bestetigen in die also in craft vndmacht diess brieus ongeuerde Des zu Warer vrkundehaben wir vnnser Innsigel an diesen brieue thun hennk-ken. Der' geben ist in vnnser Stat Bamberg amJMnstag nach dem Sontag vocem Jocunditat. NachCristj vnnsers lieben herrn geburt viertzehenhundertvnd darnach In dem Achtvndsibentzigisten Jare.
[Aus dem Original, welches mir von Herrn Bürger-meister Deimel in Markt Graitz zur Benutzung in sehrfreundlicher Weise mitgetheilt worden ist. — In derMitte befindet sich das Wappen mit lebendigen Farbengemalt. Der anhängende Pergamentstreifen trägt nocheinige Wachsreste.]
76) Bischof Philipp von Bamberg ertheilt demMarkt Burgebrach ein Siegel und Banner, d. d. Bam-berg 16. Januar 1480.
Wir Philipp von Gottes Gnaden Bischof von Bam-berg bekennen öffentlich mit unserem brieve, dass unsunsere liebe getreue Rat und Gemeinde nnsers Marktau Burgebrach fürbracht haben, wie sie von Iren unddes genannten Marks sachen und Nothdurft wegen man-cherley au schicken und zu handeln hetten, dazu sieeines Sigels bedurfent weren und haben uns als IrenLandsfürsteu und rechten Erbherrn mit allen Vleisdemütiglich sie solcher Siegel zu begaben und zu be-
gnaden, als haben wir angesehen und betrachtet IrNotdurft und Vleis und haben Ine und Iren Nachkomeuzu Burgebrach solch Siegel gegeben und sie damitbegnadet, geben In das und begnaden sie damit InKraft dies Brievs . nemlich so soll das Siegel einenSchilt mit einer rothen Veldung und eine weise Burkdarinn, die oben Zynnen und unten in der mitten einThor und vor demselben Tliore ein Wasserflus habenund die Zirkel Rotunde mit einer umgebenden Schriftdarin stehen soll: Sigillum des Markt BurgkE bra ch als hir inne bezeichnet und genialet ist. SolichesSigels sollen und mögen dieselben die Unsem vonBurgk E brach und Ire Nachkomen daselbst hinfürzu ewigen Zeiten zu den genanten unsers Markt Sachenund Nothdiirften gepraucben auch damit für annderLeute Ir Sachen, die vor Ine gescheen oder bezeugtwurden von bite gerichts oder ersuchung wegen Urkundeund Hanndel als redlich ist besigeln offte des notegeschieht, das alles kraft und Macht haben solle alsdanSolichs in anndern unsem Stetten und Märkten dieSiegel haben recht, herkomen und gewonheit ist, allesan geverde. Die gemeiden die Unsern mögen sichauch solichs Schilts mit denselben Stücken und Farben,darin verleibt, zu einem panniere in allen Iren Han-deln und Nothdurften geprauchen und eiuhaben füruns, unser Stift und Nachkommen dieselben Siegel undpannire gemelteu der Unsem zu Burgk Ebrach undallen Iren nachkommen Recht und redlich confinnirtund bestetigt conflrmiren und bestettigen In die alsoin Kraft und Macht ditzs Brievs doch au unseren Stiftund Nachkomen an unsern Herrlichkeiten rechten undGewohnheiten unschädlich. Zu Urkunde haben wirunser Insigel an diesen Brieve thun henken DerGeben ist in unser Stat Bamberg am Montag (vor)Sanct Anthonientag nach Christi unsers lieben HerrnGeburt Vierzehuhundert und darnach im achtzigstenJare.
[Nach einer mir von Herrn Bürgermeister Schmidtin Burgebrach mitgetheilten, leider nicht sehr correctenAbschrift. Das Original wurde 1836 an die Königl.Regierung zu Bayreuth ausgeliefert].
77) Ernst Kurfürst und Albrecht Herzog von Sachsenbestätigen die Befreiung der Gebrüder Jacob undEckariusBachen. 1485.
Von Gotes Gnaden Wir Ernst des heiligenKomischen Rychs Ertzmarschalck und Kurfürst, undWir Albrecht von desselben Gnaden Hertzoge zeuSachsen Landgraven in Doringen und Marggraven zuMissen bekennen etc. nachdem vormals die Hochgebor-nen Fürsten Unssre üben Vater und Vedter HertzogeuFridrich Kurfürst und Hertzog Wilhelm von SachsenGebrüdere seeligen und loeblichen Gedechtnisse dengestrengen Er Albrecht Bachenn Ritter selig umbmerglicher seiner Tugend, Mannheit und Woltat willenbey dem gnanten Unsern Vater seligen und den seineuIm nechsten Stryte zeu Bebe inen und anders merbegangen, zeu Ritter geschlagen, die Ritterschaffter dessmal yrer beyder liebe zu eren angenomen undbehalden gehabt, darum sie im sein hoffe und feldenaller Bürden und Beswerunge vor darauf gewest ent-ledigt die zeu freien Gutern gemacht, yn und seineMennlich liebslehins Erben gefreiet haben, als anderUnser Ritter und Knechte angesehin daz der Anfangalles lobelichen Adels von tugend und Wol-tat ursprünglich herkompt dieselbe gescheen Befrihungedurch den gnanten Unsern lieben Vettern Hertzog-Wilhelm nach ergangener — Unsers lieben Vatersseligen und seiner Erbteilunge darinn Coburg samptandern des Ortlands zeu Francken demselben UnsernVedtern zeu gefallen gewest uff anruffen der VestenUnser lieben getreuwen Jacob und Eckarien Bachen